Der neue Union-Trainer Mauro Lustrinelli steht vor seinem Pflichtspieldebüt. (Archivbild)
Der neue Union-Trainer Mauro Lustrinelli steht vor seinem Pflichtspieldebüt. (Archivbild) Foto: Soeren Stache/dpa

Berlin (dpa) – Der neue Trainer Mauro Lustrinelli von Union Berlin erwartet bei seinem Pflichtspieldebüt im DFB-Pokal vor allem Erkenntnisse für den bevorstehenden Auftakt in der Fußball-Bundesliga. «Ein Spiel ist immer ein Reifetest, der uns zeigt, wo wir stehen», sagte der 50-Jährige vor dem Auswärtsspiel bei Zweitligist Eintracht Braunschweig in der ersten Hauptrunde am Sonntag (15.30 Uhr/Sky).

«Das Spiel gibt uns Antwort, wo wir gewachsen sind und was wir verbessern können», sagte Lustrinelli. Eine Woche später empfangen die Köpenicker Eintracht Frankfurt am ersten Bundesligaspieltag. 


Natürlich sieht der Schweizer auch die Gefahr eines möglichen Ausscheidens gegen eine lauffreudige Mannschaft, die bereits zwei Ligaspiele absolviert hat. Vor allem der 6:1-Erfolg der Niedersachsen beim 1. FC Magdeburg zum Auftakt ist für Union ein Warnsignal angesichts der Umstellungen unter seiner Führung. 

Umschaltspiel und tiefes Verteidigen noch ausbaufähig

«Innerhalb von sechs, sieben Wochen klappt das nicht, deshalb sind Pflichtspiele wichtig», sagt Lustrinelli über den Stand der Vorbereitung. Von zehn Vorbereitungsspielen gewann das Team nur drei.

Beim Umschaltspiel und dem tiefen Verteidigen sieht der Übungsleiter Luft nach oben – vor allem über die gesamte Spielzeit, die in Braunschweig auch über 90 Minuten hinausgehen könnte. Für ein mögliches Elfmeterschießen hat der Trainer schon üben lassen.

Neuzugang Aebischer auf dem Prüfstand

Insgesamt aber sei er mit dem Spirit des Teams sehr zufrieden und freue sich auch über den Neuzugang Michel Aebischer, den Union am Mittwoch unter Vertrag genommen hat. Der Mittelfeldspieler sei auf keine Position festgelegt, weil «er so ein intelligenter Spieler ist», lobte Lustrinelli seinen Landsmann. 

Der Nationalspieler, der bei der WM in vier Spielen zum Zuge kam, wird in den verbleibenden Trainingseinheiten bis zum Spiel geprüft und dann wird entschieden, ob der Neuzugang in den Kader rutscht.

Dagegen muss Lustrinelli weiterhin auf die Stürmer Oliver Burke und Andrej Ilic ebenso verzichten wie auf Torhüter Frederik Rönnow. Wer den Stammkeeper in Braunschweig ersetzen wird, weiß Lustrinelli schon, wollte es aber nicht verraten.