Potsdam (dpa/bb) – Am kommenden Wochenende dürften bei Temperaturen jenseits von 30 Grad Celsius die Brandenburger Badeseen wieder gut besucht sein. In einigen Gewässern gab es zuletzt mit Blick auf die Wasserqualität jedoch Beanstandungen. Das geht aus Daten des Umweltministeriums hervor.
Blaualgen trüben an einigen Gewässern in Brandenburg das Badevergnügen. Vereinzelt lagen auch Meldungen über Zerkarien in Seen vor – wie etwa am Nymphensee in Brieselang. Zerkarien sind die Larven von Saugwürmern, die sich in die Haut bohren und dann Juckreiz und allergischen Hautausschlag verursachen können.
Besonders häufig sind jedoch Warnungen wegen geringer Sichttiefe. Diese könnte Rettungsmaßnahmen «deutlich erschweren». Am Großen Wentowsee bei Zehdenick wird etwa die Sichttiefe mit nur 0,3 Metern angegeben. In vielen anderen Gewässern ist die Sichttiefe mit 0,4 Metern – wie im Waldsee bei Germendorf – nicht viel besser.
Die meisten Badestellen wurden aber nicht beanstandet. Während der regulären Badesaison vom 15. Mai bis 15. September kontrollieren die Gesundheitsämter die Qualität der Gewässer regelmäßig.
Zu Beginn des Sommers wurde dem überwiegenden Teil der Badegewässer in Brandenburg einer Erhebung zufolge eine hervorragende Wasserqualität attestiert. In zwei Gewässern wurde allerdings eine mangelhafte Wasserqualität festgestellt, wie aus einer Karte der Europäischen Umweltagentur EEA in Kopenhagen zur Wasserqualität hervorgeht. Das betraf eine Badestelle am Scharmützelsee in Bad Saarow (Landkreis Oder-Spree) sowie eine Badestelle an der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße in Schwedt (Oder).
