Wegen einer Messerattacke im Volkspark Hasenheide in Berlin-Neukölln steht ein 21-Jähriger vor Gericht. (Symbolbild)
Wegen einer Messerattacke im Volkspark Hasenheide in Berlin-Neukölln steht ein 21-Jähriger vor Gericht. (Symbolbild) Foto: Jens Kalaene/dpa

Berlin (dpa/bb) – Nach einer fast tödlichen Messerattacke im Volkspark Hasenheide vor elf Monaten steht ein 21-Jähriger vor dem Landgericht Berlin. Er soll einen damals 44-jährigen Mann so schwer mit einem Messer verletzt haben, dass dieser in Lebensgefahr schwebte und notoperiert werden musste. 

Die Anklage lautete zunächst auf gefährliche Körperverletzung. Das Gericht erteilte allerdings den Hinweis, dass nach vorläufiger Würdigung auch eine Verurteilung wegen versuchten Mordes in Betracht komme.


Auf Antrag des Verteidigers sowie der Anwältin des 44 Jahre alten Nebenklägers wurde die Öffentlichkeit nach Verlesung der Anklage für die Dauer der Aussagen der beiden Männer ausgeschlossen. Es seien Schilderungen aus ihrem Intimleben zu erwarten, so die Anwälte. 

Stiche in Brust und Bauch

Der deutsche Angeklagte soll sich am 14. September 2025 mit dem späteren Opfer an einem U-Bahnhof getroffen haben. Sie seien anschließend gemeinsam zum Volkspark Hasenheide gegangen. Es soll zunächst zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen gekommen sein. Der 21-Jährige habe den 44-Jährigen dann unvermittelt attackiert und «kraftvoll mit einem Messer in Brust und Bauch gestochen», heißt es in der Anklage.

Der damals 20-Jährige wurde am 13. Oktober festgenommen, nachdem unter anderem Videoaufnahmen aus einer Überwachungskamera der Berliner Verkehrsbetriebe ausgewertet worden waren. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Ein erster Prozessanlauf war vor rund fünf Monaten gescheitert. Für die aktuelle Verhandlung sind bislang zwei weitere Tage bis zum 21. August vorgesehen.