
Berlin (dpa) – Vier Wochen nach der Geiselnahme in einem Supermarkt im Berliner Süden geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Ermittlungen bald abgeschlossen sind. «Derzeit wird der Beschuldigte hinsichtlich seiner Schuldfähigkeit begutachtet», teilte Behördensprecher Michael Petzold auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Laut Staatsanwaltschaft schweigt der mutmaßliche Täter weiterhin zum Geschehen. Der 29-Jährige befindet sich wegen erpresserischen Menschenraubs in Untersuchungshaft. Der Mann ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft einschlägig wegen Raubtaten vorbestraft.
Zugriff nach mehr als elf Stunden
Der 29-Jährige soll die Mitarbeiterin eines Supermarktes in Marienfelde am 10. Juli gegen 22.00 Uhr als Geisel genommen haben. Unter Vorhalt eines Messers habe er die Frau in seine Gewalt gebracht, so die Staatsanwaltschaft.
Mehr als elf Stunden war die Frau in der Gewalt des Mannes. Am Samstagmorgen gegen 9.20 Uhr erfolgte der Zugriff der Polizei. Die Beamten setzten dabei einen Taser gegen den Mann ein. Die Frau und der 29-Jährige blieben weitestgehend unverletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen sich der Mann und die Geisel vor der Tat nicht gekannt haben.
