Batterie-Projekt aufgegeben: Das Unternehmen Altech will ein Grundstück deshalb wieder an die Kommune Spreetal in Sachsen zurückverkaufen. (Symbolbild)
Batterie-Projekt aufgegeben: Das Unternehmen Altech will ein Grundstück deshalb wieder an die Kommune Spreetal in Sachsen zurückverkaufen. (Symbolbild) Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB

Spreetal/Heidelberg (dpa) – Der Technologiehersteller Altech stellt sein geplantes Projekt zur Batterieproduktion im Industriepark Schwarze Pumpe in der Lausitz ein. Die neunmonatige Suche nach einem strategischen Partner und Gespräche mit einem global agierenden deutschen Industriekonzern hätten nicht zu dem angestrebten Ergebnis geführt, teilte die Altech Advanced Materials AG in Heidelberg mit. Zuvor berichtete der RBB. 

Altech wollte an der brandenburgisch-sächsischen Grenze ein Werk für weiter entwickelte keramische Batterien bauen, die ohne Materialien wie Lithium oder Kobalt auskommen. Dazu hatte das Unternehmen mit dem Fraunhofer Institut für keramische Technologien und Systeme (IKTS) eine Vereinbarung geschlossen. Es geht dabei um Batterien für das Stromnetz.


2022 hatte es geheißen, die Planung des Werks soll bis Mitte 2023 abgeschlossen werden. Das Fraunhofer Institut ist nach bisherigen eigenen Angaben mit 25 Prozent an dem Joint Venture beteiligt.

Unternehmen: Weitere Betriebskosten nicht mehr gerechtfertigt 

In einer Mitteilung teilte Altech nun mit, die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Finanzierung und Inbetriebnahme des Batterie-Projekts sei mittlerweile so gering, dass weitere Betriebskosten nicht mehr gerechtfertigt seien. Die Altech Batteries GmbH solle abgewickelt werden. Das erworbene Grundstück werde an die Kommunalverwaltung in Spreetal in Sachsen zurückverkauft. Das Unternehmen nannte einen Bruttoerlös von 675.000 Euro. 

2024 hatte der chinesische Batteriehersteller Svolt eine Ansiedlung in Lauchhammer in der Lausitz abgesagt. Unklar war zuletzt, wie es mit Plänen des deutsch-kanadischen Unternehmens Rock Tech für den Bau einer Lithium-Fabrik in Guben weitergeht.