Die Zahl der Angriffe gegen queere Menschen nahm zuletzt in Brandenburg zu. (Archivbild)
Die Zahl der Angriffe gegen queere Menschen nahm zuletzt in Brandenburg zu. (Archivbild) Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Potsdam (dpa/bb) – Die Zahl der queerfeindlichen Vorfälle hat in Brandenburg zugenommen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 589 solcher Angriffe erfasst, wie die Fachstelle «Andersartig» für Lesben, Schwule, Bisexuelle sowie Trans-, Inter- und queere Menschen mitteilte. Im Jahr davor waren es mit rund 500 deutlich weniger.

Die Zahlen seien zum einen «Ausdruck einer weiteren Verschärfung der Lage, zum anderen jedoch auch vor dem Hintergrund der seit 2024 erweiterten Datengrundlage zu interpretieren», hieß es von der Fachstelle. Durch die systematische Einbeziehung zusätzlicher Meldewege konnten mehr Vorfälle erfasst werden als in den Vorjahren.


Mit 111 Fällen machten Beleidigungen den größten Teil aus. Dahinter folgen Sachbeschädigungen, Bedrohungen und Körperverletzungen. 308 Fälle rechnet die Stelle rechter Gesinnung als Tathintergrund zu. 106 seien mit religiösen Einstellungen in Verbindung zu bringen. In 54 Fällen standen familiäre Konflikte dahinter.