Großeinsatz in einem Jugendamt in Finsterwalde: Ein Mann griff eine Mitarbeiterin an und entzündete in ihrem Büro ein Feuer. (Symbolbild)
Großeinsatz in einem Jugendamt in Finsterwalde: Ein Mann griff eine Mitarbeiterin an und entzündete in ihrem Büro ein Feuer. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Finsterwalde (dpa) – Nach dem Angriff auf eine Behörden-Mitarbeiterin in Finsterwalde im Süden Brandenburgs ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes. Das sagte der Sprecher der Polizei, Sascha Erler. Ein 35 Jahre alter Verdächtiger, der gefasst wurde, soll die Mitarbeiterin in einer Außenstelle der Kreisverwaltung bedroht und in ihrem Büro Feuer gelegt haben. Laut Landkreis handelt es sich um das Jugendamt.

Der 35-Jährige werde derzeit noch vernommen, sagte der Sprecher der Polizei. Er sei außerhalb des Gebäudes festgenommen worden. Warum genau der Verdächtige in dem Amt mit der Mitarbeiterin sprechen wollte und warum die Lage eskalierte, sagte die Polizei bislang nicht. «Er war ein Kunde der Kreisverwaltung und hatte ein Anliegen, das er mit dem Amt besprechen wollte.»


Die betroffene Behörden-Mitarbeiterin habe sich in Sicherheit bringen können, sagte der Polizeisprecher. Vier Personen seien mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in eine Klinik gekommen. Die Feuerwehr evakuierte das Gebäude. Rund 20 bis 30 Mitarbeiter wurden laut Polizei zudem betreut. Auch die Notfallseelsorge sei eingeschaltet worden.