Die BVG kann 166 weitere Züge der Baureihe J bestellen. (Archivbild)
Die BVG kann 166 weitere Züge der Baureihe J bestellen. (Archivbild) Foto: Fabian Sommer/dpa

Berlin (dpa/bb) – Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) können 166 weitere neue U-Bahnen der Großprofil-Baureihe J abrufen. Der Aufsichtsrat habe der Bestellung zugestimmt, teilte das Unternehmen mit. Die Züge sind für den Einsatz auf den Linien U5 bis U8 vorgesehen. Die Kosten für die Bestellung betragen demnach rund 313 Millionen Euro. Auch auf der U9 sollen perspektivisch neue Züge fahren. Einen Zeitplan dafür gibt es aber noch nicht.

Die Fahrzeuge sind den Angaben zufolge mit dem digitalen Zugsicherungssystem CBTC (Communication-Based Train Control) ausgestattet. «Dadurch können Züge künftig in kürzeren Abständen verkehren sowie Kapazität, Stabilität, betriebliche Flexibilität und Energieeffizienz des U-Bahn-Systems weiter verbessert werden», hieß es.


Rund 70 neue Züge der Baureihe J sind bereits seit Mai auf der Linie U5 unterwegs. 170 Fahrzeuge sollen bis Ende dieses Jahres im Einsatz sein. Die Auslieferung der 166 zusätzlichen U-Bahnen beginnt erst in den kommenden Jahren. Insgesamt hat die BVG dann 236 dieser U-Bahn-Züge beim Hersteller Stadler bestellt.

Flottenverjüngung war überfällig

Gemeinsam mit den Zügen der Schwester-Baureihe JK für die Linien U1 bis U4 sollen sie die überalterte U-Bahnflotte der BVG verjüngen und den Betrieb stabilisieren. Die Neufahrzeuge werden dringend gebraucht. Die Zuverlässigkeit war in den vergangenen Jahren wegen des hohen Wartungsaufwands für die alten Züge stark eingebrochen.

Mit der Technik CBTC will das Unternehmen zudem unter anderem die Kapazität im Netz erhöhen. Ein umfassendes Konzept soll bis Oktober vorliegen. Nicht nur die Fahrzeuge müssen mit der Technik ausgestattet werden, sondern auch die Infrastruktur.

Ein weiteres Thema im Aufsichtsrat war laut BVG die Modernisierung der Ticketautomaten. Ab 2029 sollen die teilweise mehr als 30 Jahre alten Automaten schrittweise ersetzt werden. Das Kontrollgremium habe das notwendige Budget dafür freigegeben. Damit könne die Ausschreibung für neue Automaten beginnen. «Ziel ist ein zeitgemäßer und wirtschaftlicher Vertrieb, der den Ticketkauf für die Fahrgäste einfacher, digitaler und komfortabler macht», teilte die BVG mit.