Berlin (dpa/bb) – Bei großer Hitze haben Hunderte Menschen in Berlin-Mitte gegen die geplanten Sozialstaatsreformen der Bundesregierung demonstriert. Dazu aufgerufen hatte ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie der Berliner Mieterverein. Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes kamen rund 3.000 Menschen zur Kundgebung. Die Polizei nannte zunächst keine Teilnehmerzahl.
Wegen des heißen Wetters verzichteten die Veranstalter auf einen zunächst geplanten Demozug. Bei der Kundgebung am Invalidenpark machten Redner deutlich, dass sie die geplanten Reformen für ungerecht halten. Auf Plakaten und Transparenten war unter anderem «Gegen soziale Kürzungen, Arbeitsplatzabbau und Krieg» und «Geld für Soziales statt Krieg» zu lesen.
«Weniger Gesundheitsleistungen, sinkende Rente, steigende Pflegekosten, länger arbeiten – die Liste der Grausamkeiten ist lang», hieß es im Aufruf zu der Kundgebung. «Die Lasten werden den Beschäftigten aufgeladen – während die Reichen und Vermögenden verschont werden.»
