Berlin (dpa/bb) – Straßenbäume sind im trockenen Sommer auf die Hilfe der Berlinerinnen und Berliner angewiesen. Die Senatsverwaltung für Klimaschutz und Umwelt ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Bäume zu wässern. «Nehmen Sie sich einen Eimer und gießen Sie Ihren Baum. Er wird es Ihnen danken», betonte Senatorin Ute Bonde (CDU).
Für Bäume in der Stadt sind trockene und heiße Phasen demnach besonders belastend, weil der Boden verdichtet ist, die Oberflächen versiegelt und es kaum einen natürlichen Wasserhaushalt gibt. Junge Bäume haben noch keine Wurzeln, die tief genug bis an Wasserreserven reichen, wie es hieß. Ältere Bäume sind den Angaben zufolge oft noch von vergangenen Trockenheitsphasen geschwächt.
So gießt man Straßenbäume am besten
Wie man Straßenbäume richtig gießt? Die Senatsverwaltung erklärt: Den Baum am besten langsam und nah am Stamm mit Wasser versorgen. Morgens oder abends kann das Wasser bis in die Tiefe sickern, und es verdunstet weniger – deshalb am besten zu diesen Tageszeiten wässern.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin fordert derweil mehr Grünflächen – auch als natürlichen Hitzeschutz. Zum Beispiel solle für jede neu versiegelte Fläche eine andere begrünt werden und in Bezirken, die besonders wenig begrünt sind, sollten neue Parks und Wiesen entstehen und Bäume gepflanzt werden. Grüne Flächen sind demnach wie natürliche Klimaanlagen, die tagsüber und nachts ihre Umgebung kühlen.
