Die Ausstellung ILA Berlin ist mit einem Zuwachs an Besuchern zu Ende gegangen. (Archivbild)
Die Ausstellung ILA Berlin ist mit einem Zuwachs an Besuchern zu Ende gegangen. (Archivbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Schönefeld (dpa) – Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin (ILA Berlin) ist mit einem Besucherplus zu Ende gegangen. Rund 110.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer seien zur Messe am Flughafen BER gekommen, teilten die Veranstalter mit. Vor zwei Jahren kamen 95.000 Gäste.

765 Aussteller aus 37 Nationen zeigten am BER vom 10. bis 14. Juni neue Produkte und Innovationen aus Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung, es gab Diskussionsrunden und Flugvorführungen militärischer und ziviler Art.


«Die Luft- und Raumfahrt ist sowohl Schlüsselindustrie als auch strategische Infrastruktur», sagte die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Marie-Christine von Hahn. Der BDLI veranstaltet die ILA mit der Messe Berlin gemeinsam. Zur Eröffnung kam Kanzler Friedrich Merz (CDU).

Treffen von Politik und Wirtschaft

Nach dem Aus des französisch-deutschen Kampfflugzeug-Projekts FCAS wurde auf der ILA bekannt, dass die acht Rüstungsunternehmen Airbus, MTU, Hensoldt, MBDA, Autoflug, Diehl Defence, Liebherr sowie Rohde und Schwarz für die Entwicklung eines neuen Kampfflugzeugs bereitstehen. 

Die Ausstellung wurde auch zum Ort politischen Protestes: Pro-Palästina-Aktivisten hatten sich am 10. Juni auf die Straße geklebt und damit den Zugang zur Messe versperrt. Polizisten lösten die Männer und Frauen von der Straße.

Die Geschichte der ILA begann mit der ersten internationalen Luftschifffahrt-Ausstellung 1909 in Frankfurt am Main, dann ging es nach Berlin und zwischenzeitlich auch nach Hannover. Die ILA findet seit 1992 in Berlin-Schönefeld statt, inzwischen am Flughafen BER.