Der BSW-Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt, Thomas Schulze, appelliert an die Partei, sich geschlossen zu zeigen. (Archivbild)
Der BSW-Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt, Thomas Schulze, appelliert an die Partei, sich geschlossen zu zeigen. (Archivbild) Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Cottbus (dpa) – Der BSW-Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt, Thomas Schulze, hat die Partei zu Geschlossenheit aufgerufen. «Es ist für mich kaum erträglich – und da nehme ich Sachsen-Anhalt mit in die Pflicht – wenn wir uns dauernd hier nur noch unterhalten über Spaltung», sagte Schulze beim Landesparteitag des BSW Brandenburg in Cottbus. «Das ist das, was uns gerade hier die Stimmen kostet.»

Er fragte: «Wie sollen wir denn Menschen bei einer Wahl in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern überzeugen, uns zu wählen, wenn wir unsere eigenen Sachen gar nicht in den Griff kriegen?», sagte er. 


Er kritisierte auch das Vorgehen in Thüringen, wo CDU, BSW und SPD miteinander regieren. Wenn das BSW dort mit einer Partei regiere, «die für die größten Kriegskredite verantwortlich sind, dann wählen uns die Leute eben nicht».

Beim BSW-Parteitag in Cottbus kritisierten einzelne Delegierte den Kurs von Landeschefin Friederike Benda. Die bundesweit einzige SPD/BSW-Koalition war im Januar nach Streit in der BSW-Landtagsfraktion und mehreren Austritten zerbrochen. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. In einer Umfrage des Instituts Infratest dimap in Sachsen-Anhalt lag das BSW zuletzt bei vier Prozent und würde damit nicht in den Landtag einziehen.