
Potsdam (dpa/bb) – Mit rund vier Milliarden Euro Städtebauförderung seit 1991 haben viele Städte und Gemeinden in Brandenburg ihr historisches Gesicht zurückbekommen oder verschönert. Die Landesregierung dankte zum Auftakt einer Wanderausstellung den vielen Macherinnen und Machern, die sich dabei engagiert haben.
Von bröckeligen Fassaden zu neuem Glanz
Kulturministerin Manja Schüle nannte den Denkmalschutz eine «Liebeserklärung vieler engagierter Menschen». «Vor 35 Jahren waren viele unserer Altstädte dem Verfall preisgegeben: Fenster vernagelt, Fassaden bröckelig, ganze Straßenzüge kurz vor dem Aus», sagte die SPD-Politikerin. «Und dann haben Menschen gesagt: Nicht mit uns. Nicht mit unserer Stadt.»
Bauminister Robert Crumbach (SPD) lobte Ideen, Mut und Tatkraft. «Die Brandenburgerinnen und Brandenburger haben unser Land in den vergangenen 35 Jahren Haus für Haus, Straße für Straße und Platz für Platz schöner gemacht», sagte er.
Bund und Land haben Geld gegeben
Die Städtebauförderung hilft Städten und Gemeinden in Brandenburg dabei, historische Stadtkerne zu bewahren, Quartiere zu erneuern und neue Orte zu schaffen. Die 4,1 Milliarden Euro kamen nach Angaben des Bauministeriums vom Bund und vom Land, in der Regel zu gleichen Teilen.
401 Städte und Gemeinden wurden damit seit 1991 über spezielle Programme gefördert. Jeder Euro Städtebauförderung ziehe im Durchschnitt rund sieben Euro an privaten Investitionen nach sich. Dazu kommen noch Mittel der Kommunen.
Die Brandenburger Landeshauptstadt ist ein Beispiel für den Wandel: In Potsdams Mitte wird seit vielen Jahren die historische Stadtmitte wieder aufgebaut – das ist teils umstritten.
Eine Ausstellung am Brandenburger Tor in Potsdam zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte. Die Schau ist am 9. Mai in Neuruppin zu sehen, am 21. Mai in Cottbus, vom 26. Mai bis 7. Juni in den Bahnhofspassagen Potsdam, am 30. Mai in Brandenburg an der Havel und im September in Eberswalde am Markttag auf dem Marktplatz.