In Berlin und Brandenburg sind die Löhne im vergangenen Jahr stärker gestiegen als die Preise. (Symbolbild)
In Berlin und Brandenburg sind die Löhne im vergangenen Jahr stärker gestiegen als die Preise. (Symbolbild) Foto: Felix Hörhager/dpa

Berlin (dpa/bb) – Arbeitnehmer in Berlin und Brandenburg hatten im vergangenen Jahr mehr Geld in der Tasche, weil die Gehälter insgesamt stärker gestiegen sind als die Preise. Allerdings gab es bei der Entwicklung große Unterschiede unter den Branchen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte.

Den Angaben zufolge stiegen die sogenannten Reallöhne in Berlin um 2,9 Prozent und in Brandenburg um 1,8 Prozent. Die Reallöhne zogen damit in beiden Ländern im zweiten Jahr in Folge an. Davor waren die Reallöhne zwei (Berlin) beziehungsweise drei (Brandenburg) Jahre in Folge nicht gestiegen. Besonders im Jahr 2022 gab es nach Beginn des Kriegs in der Ukraine ein kräftiges Minus.


Reallohnverlust im Berliner Gastgewerbe

Besonders groß fiel das Plus in Berlin in den Bereichen Energieversorgung (6,4 Prozent), Information und Kommunikation (4,8 Prozent) sowie im verarbeitenden Gewerbe (4,3 Prozent) aus. Im Berliner Gastgewerbe wurde dagegen ein Reallohnverlust von 0,1 Prozent verzeichnet. 

In Brandenburg profitierten vor allem Beschäftigte in der Gewinnung von Steinen und Erden (plus 5,2 Prozent) und im Bereich Energieversorgung (3,4 Prozent). Im Bereich Kunst, Unterhaltung, Erholung gab es dagegen in Brandenburg einen Reallohnverlust von 0,7 Prozent.