Lasse Andersson stemmt den Pokal in die Luft
Lasse Andersson stemmt den Pokal in die Luft Foto: Federico Gambarini/dpa

Köln/Berlin (dpa/bb) – Das schönste Abschiedsgeschenk hat sich Füchse-Star Lasse Andersson mit dem Pokalsieg beim Final4 in Köln wohl selbst gemacht. «Das ist meine letzte Saison hier, deshalb bedeutet mir das ganz, ganz viel und ist etwas Besonderes. Das war von unserer Mannschaft ein ganz starkes Wochenende», sagte der dänische Rückraumspieler nach dem 42:33-Finalsieg gegen den Bergischen HC am Sonntag.

Andersson lobt die Teamkollegen

Andersson hatte 21 Tore in den beiden Partien in Köln erzielt, war damit nicht nur bester Schütze des Final4, sondern wurde auch zum MVP des Turniers gewählt. «Ein unfassbarer Typ, der eine große Bedeutung für die Füchse hat», lobte ihn deshalb sein Team- und Nationalmannschaftskollege Mathias Gidsel.


Am Ende der Saison will der Weltmeister und Olympiasieger dann nach sechs Jahren in Berlin zurück nach Dänemark gehen – so war zumindest der Plan. Sein künftiger Verein HØJ Elite steckt allerdings in akuter Abstiegsgefahr. Heißt: Einer der besten Handballer der Welt würde kommende Saison womöglich in der zweiten dänischen Liga spielen. 

Wie die «Sport Bild» berichtet, arbeiten die Berliner daher an einem Plan, um Andersson doch nicht gehen lassen zu müssen. Demnach will man sich in dieser Woche zusammensetzen und neu verhandeln. Angeblich überlegen die Berliner sogar ein Modell, bei dem Andersson zwischen Dänemark und Berlin hin und her pendeln könnte.

Kaum Zeit zum langen Feiern

Neben dem Personalthema rückt auch der sportliche Alltag schnell wieder in den Fokus. So zurückhaltend wie der Däne war auch die Mannschaftsfeier in einer Kölner Bar am Abend. Denn schon am Donnerstag wartet das so wichtige Bundesliga-Heimspiel gegen den direkten Verfolger VfL Gummersbach. «Ein absolut wahnsinniges Spiel, das entscheidend sein wird für den weiteren Saisonverlauf», sagte Trainer Nicolej Krickau.

Für die drittplatzierten Füchse hat das Erreichen eines Champions-League-Platzes absolute Priorität. «Natürlich will man als Vereinsboss immer Titel haben, weil sich das gut verkaufen lässt. Der Pokalsieg ist die Kirsche auf der Sahne. Aber ein gutes Stück Kuchen in der Bundesliga hat absolute Priorität», sagte Geschäftsführer Bob Hanning. Der zweite Pokalsieg nach 2014 soll deshalb als Motivator dienen. «Das gibt uns viel Selbstvertrauen für das, was da noch kommt», sagte Kreisläufer Mijajlo Marsenic.