Dieter Hecking bezieht Stellung zu Hasskommentaren gegen Union-Trainerin Eta. (Archivbild)
Dieter Hecking bezieht Stellung zu Hasskommentaren gegen Union-Trainerin Eta. (Archivbild) Foto: Swen Pförtner/dpa

Wolfsburg (dpa) – Vor der Premiere von Marie-Louise Eta als Cheftrainerin des 1. FC Union Berlin stört sich Dieter Hecking vor allem an der Abwertung und den teils sexistischen Kommentare über seine Kollegin in den sozialen Netzwerken. «Die, die sich da im Internet und in den Social-Media-Accounts auslassen: IQ gleich null», sagte der 61 Jahre alte Coach des VfL Wolfsburg vor dem historischen Fußball-Moment. 

Am Samstag trifft Eta bei ihrer Premiere als erste Trainerin in der Fußball-Bundesliga der Männer in Hecking auf einen besonders erfahrenen Kollegen. Hecking hat als Profitrainer bereits 791 Spiele von der Champions League bis zur Regionalliga Nord hinter sich.


Hecking: Schätze Eta als sehr kompetent ein 

«Ich kenne Marie-Louise Eta persönlich. Ich schätze sie als sehr kompetent ein. Sie weiß sich zu artikulieren. Sie weiß, eine Mannschaft zu führen. Und das ist nur meine Meinung», sagte der Wolfsburger Trainer weiter. «Wenn Union Berlin der Meinung ist – die sie jeden Tag sehen – dass sie die fachliche und die menschliche Kompetenz hat, das Team zu führen, dann ist alles damit gesagt.»

Es sei zwar immer noch «eine Besonderheit weltweit, dass eine Frau im Männerfußball ist», so Hecking. «Aber meine Überzeugung ist: Wenn jemand gut ist – und das ist Marie-Louise Eta definitiv – dann hat sie genauso eine Chance verdient wie Dieter Hecking und wie jemand anders.»