
Berlin (dpa/bb) – Zur Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft im Berliner Dom stehen die Menschen Schlange. Bis zu rund einer Stunde warten die Besucher, um die sanierte Gruft besuchen zu können, wie eine Sprecherin des Doms sagte. 3.500 Menschen hatten demnach bis zum frühen Nachmittag bereits die zentrale Begräbnisstätte des früheren Kaiserhauses auf der Museumsinsel besucht. Am Tag der offenen Tür können Interessierte den Dom und die neugestaltete Gruft bis 18 Uhr kostenlos besuchen. Letzter Eintritt ist nach Angaben des Doms um 17.00 Uhr.
In der Gruft ruhen Angehörige des Hauses Hohenzollern, etwa der erste Preußenkönig Friedrich I. und seine Frau Sophie Charlotte. Die Hohenzollerngruft zählt nach Angaben des Doms mit 91 Särgen aus fünf Jahrhunderten zu einer der größten Grablegen Europas.
Nach mehr als zehn Jahren Planung und sechs Jahren Bauzeit ist die Gruft heute erstmals wieder für Besucherinnen und Besuchern zugänglich. Die rund 1.400 Quadratmeter große Gruft musste unter anderem umfassend saniert werden, weil steigende Besucherzahlen dem Klima zusetzten. Feuchtigkeit und Wärme machten den Särgen zu schaffen und Schimmelpilze bildeten sich. Neben einem neuen Rundgang und einer Klimaanlage gibt es nun zum Beispiel für die Barrierefreiheit einen Aufzug runter zur Gruft.
