
Königs Wusterhausen (dpa/bb) – Königs Wusterhausen/Berlin (dpa/bb) – Die neue AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland will am Samstag in Berlin und Brandenburg Landesverbände gründen. Bei den Gründungsversammlungen in Königs Wusterhausen (11.00 Uhr) und in der Hauptstadt (14.00 Uhr) soll jeweils ein Landesvorstand gewählt werden. In Brandenburg wollen der Bundesvorsitzende der AfD-Jugend, Jean-Pascal Hohm, und der AfD-Landesvorsitzende René Springer ein Grußwort halten, wie die Partei mitteilte.
Die Generation Deutschland wurde im November vergangenen Jahres in Gießen gegründet. Sie folgt der aufgelösten Jungen Alternative (JA), die vom Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingestuft worden war. Anders als die JA ist die neue Jugendorganisation vollständig in die AfD eingebunden. Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft den AfD-Landesverband als rechtsextrem ein.
Die Jusos Brandenburg und die Grüne Jugend Brandenburg rufen zum Protest auf. «Brandenburg darf nicht zum Experimentierfeld für die nächste Tarnorganisation der extremen Rechten werden», sagte der Landeschef der der SPD-Jugend Jusos, Leonel Richy Andicene. Die Sprecherin der Grünen Jugend, Anna Hilsenbeck, sagte: «Mit unserer Gegendemonstration zeigen wir klar, dass Hass, Ausgrenzung und antidemokratisches Denken keinen Platz haben – nicht in Brandenburg und auch nirgendwo anders.»
Bund: Neue AfD-Jugend nicht gemäßigter als JA
Bei der neuen AfD-Jugendorganisation ist nach Ansicht der Bundesregierung keine Mäßigung gegenüber der aufgelösten Vorgängerorganisation zu erkennen. Das Innenministerium schrieb auf eine Anfrage aus der Grünen-Bundestagsfraktion, auf der Gründungsversammlung habe es Äußerungen gegeben, die als tatsächliche Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gewertet würden. Außerdem seien Verbindungen von Mitgliedern der Generation Deutschland zu anderen extremistischen Organisationen bekannt.
