Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung (BSR) sind im Dauereinsatz. (Archivbild)
Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung (BSR) sind im Dauereinsatz. (Archivbild) Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Berlin (dpa/bb) – Die Berliner Stadtreinigung rechnet angesichts des Winterwetters und gefrierender Nässe weiterhin mit erschwerten Bedingungen für ihre Arbeit. «Wir gehen davon aus, dass der Freitag genauso herausfordernd wird wie der Donnerstag», sagte BSR-Sprecherin Frauke Bank der Deutschen Presse-Agentur. Die BSR sei seit dem frühen Morgen wieder in voller Mannschaftsstärke mit insgesamt mehr als 2.000 Mitarbeitern und gut 500 Fahrzeugen zum Räumen und Streuen im Einsatz. 

Die Situation auf den Berliner Hauptstraßen bewertet die BSR inzwischen als gut. Seit dem frühen Vormittag werden auch die Nebenstraßen geräumt. Glätte gibt es weiterhin vor allem auf den Gehwegen. Dort sind die Anlieger fürs Räumen und Streuen zuständig. 


Regen macht die Arbeit deutlich schwieriger

Am Donnerstag hat der Stadtreinigung vor allem der Regen zu schaffen gemacht, der zum Teil noch während der Nacht, zum Teil erst später auf tiefgefrorenen Boden gefallen ist. «Durch den Regen bildete sich ständig eine kristalline Schicht nach, die aussieht wie Schnee, aber eine andere Konsistenz hat», sagte Bank. «Das Problem war, dass über Stunden hinweg ständig eine neue Schicht nachkam. Wir haben geräumt, und danach praktisch sofort wieder räumen müssen.»

Zum Teil sei die Schicht bis zu sechs Zentimeter dick gewesen. «Das hat uns den ganzen Tag beschäftigt: immer wieder nachzuräumen und nachzustreuen.» Schon am Abend und in der Nacht zu Freitag sei dann auch präventiv gestreut worden. 

Angesichts der Wetterlage bleibt die Nachfrage nach Streumaterial wie Splitt auch von anderer Seite hoch: «Es gibt weiterhin starkes Interesse», sagte Bank. Bis Freitagmorgen habe die BSR ungefähr 300 Tonnen an die Bezirke und rund 35 Tonnen an Privatpersonen abgegeben. Seit Donnerstag gibt es das Angebot an sieben Ausgabestellen. Dabei soll es vorerst bleiben. 

Splitt gibt es an sieben Ausgabestellen

Engpässe sind nach BSR-Einschätzung nicht absehbar: «Der Splitt geht uns nicht aus, auch weil uns kurzfristig gelungen ist, diese Woche noch 500 Tonnen zu organisieren, die auch geliefert worden sind», sagte Bank. «Insofern sind wir in der Lage, die Bezirke damit zu versorgen und das Angebot für die Bürger aufrechtzuerhalten.» 

Die BSR gibt den Splitt an den sieben Standorten werktags zwischen 8.00 Uhr und 16.00 Uhr und am Samstag zwischen 8.00 und 13.00 Uhr in haushaltsüblichen Mengen kostenlos ab.

Erhältlich ist er in der Lengeder Straße (Reinickendorf), der Kniprodestraße (Prenzlauer Berg), der Ringbahnstraße (Tempelhof) sowie im Kronprinzessinenweg (Grunewald). Drei weitere Abholstationen befinden sich an den Betriebshöfen in der Forckenbeckstraße (Schmargendorf), der Mühlenstraße (Friedrichshain) und der Nobelstraße (Neukölln). Behälter wie Eimer für den Transport sind mitzubringen.