Der Trainer ärgert sich über die Länge der Sperre. (Archivbild)
Der Trainer ärgert sich über die Länge der Sperre. (Archivbild) Foto: Andreas Gora/dpa

Berlin (dpa) – Hertha-Trainer Stefan Leitl hat kein Verständnis für die Länge der Sperre für seinen Stürmer Dawid Kownacki. «Dass das Ganze eine Tätlichkeit sein soll, ist ein absoluter Witz. Das ist ein taktisches Foul», sagte der 48-Jährige vor dem Spiel bei der SV Elversberg am Samstag (13.00 Uhr/Sky).

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte Kownacki zuvor wegen einer Tätlichkeit gegen den Gegner in einem leichteren Fall mit einer Sperre von drei Ligaspielen belegt. Dagegen legten die Berliner Einspruch ein. «Wir hoffen natürlich auch, dass man sich die Bilder noch mal genau anschaut und von der Tätlichkeit weggeht und auf ein taktisches Foul. Dann wären zwei Spiele schon ein Witz für mich, aber wenn es dann zwei sind, sind es zwei», erklärte Leitl.


Hertha braucht den Stürmer

Der Pole Kownacki war beim 2:2 der Hertha gegen Darmstadt am Sonntag in der 70. Minute von Schiedsrichter Florian Lechner mit einer Roten Karte vom Platz gestellt worden, was von einigen Beobachtern als harte Entscheidung angesehen wurde. 

Kownacki hatte einen Konter der Hessen mit einem Tritt in die Beine von Luca Marseiler unterbunden. Marseiler sei nicht verletzt, betonte Leitl. «Er konnte weiterspielen und dann drei Spiele zu verhängen, da tue ich mich schon ein bisschen schwer», sagte der Trainer, der für die Entscheidung für einen Platzverweis aber durchaus Verständnis zeigte.

Die Sperre wäre ein herber Schlag für die Hertha, die zuletzt bei der Chancenverwertung immer wieder Probleme hatte. Kownacki konnte in dieser Saison wegen Verletzungen erst sieben Pflichtspiele von Beginn machen.