
Berlin (dpa/bb) – Der diesjährige Berliner Frauenpreis geht an die Gründerinnen des Frauenteams des FC Viktoria Berlin. Sie werden für ihr herausragendes Engagement und ihren langjährigen Einsatz für Gleichberechtigung im deutschen Fußball ausgezeichnet, wie die auch für den Bereich Gleichstellung zuständige Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales mitteilte.
«Diese sechs Frauen zeigen eindrucksvoll, wie sich der Einsatz für Gleichberechtigung und sportlicher Erfolg miteinander verbinden lassen», sagte Arbeits- und Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD). Mit ihrem Mut, neue Wege zu gehen, hätten sie innovative Strukturen für gleichberechtigte Teilhabe im Sport geschaffen. «Sie stärken die Sichtbarkeit der Spielerinnen und inspirieren als starke Vorbilder die nächste Fußball-Generation.»
Die Gründerinnen des Frauenteams sind Ariane Hingst, Verena Pausder, Tanja Wielgoß, Felicia Mutterer, Katharina Kurz und Lisa Währer. Im Sommer 2022 gaben sie dem Frauenteam des Traditionsclubs FC Viktoria 1889 Berlin mit einer eigenen Gesellschaft eine neue professionelle Struktur, so die Senatsverwaltung.
Auszeichnung wird am 9. März überreicht
Der Club gelte bundesweit als zukunftsweisendes Modell für mehr Gleichstellung im Profisport. Der FC Viktoria Berlin feierte 2025 mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga einen ersten großen sportlichen Erfolg.
Die unabhängige Jury wird von Senatorin Kiziltepe berufen. Ihr lagen 23 Vorschläge für mögliche Preisträgerinnen vor. Der Frauenpreis ist mit 5.000 Euro und einer Skulptur der Bühnenkünstlerin Esther Janshen dotiert. Er soll am Montag, 9. März, im Roten Rathaus überreicht werden. Seit 1987 werden mit dem Berliner Frauenpreis Frauen geehrt, die sich mit besonderem Engagement für die Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzen.