Berlin (dpa/bb) – Die Gewerkschaft Verdi hat den am Morgen angelaufenen Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) als notwendigen Schritt verteidigt. «Unsere Priorität ist, am Verhandlungstisch voranzukommen», sagte Verdi-Verhandlungsführer Serat Canyurt am Morgen der Deutschen Presse-Agentur. «Die Kolleginnen und Kollegen können sich Besseres vorstellen, als bei diesem Wetter zu streiken.»
Aber bei den Tarifverhandlungen über bessere Arbeitsbedingungen bei der BVG habe sich der Arbeitgeber bisher geweigert, sich mit den seit zwei Monaten vorliegenden Forderungen der Gewerkschaft wirklich auseinanderzusetzen. «Da bleibt uns keine andere Wahl.»
Die Beteiligung am Warnstreik sei schon am Morgen gut, so Canyurt. An Betriebshöfen für Busse oder Trams, in U-Bahn-Depots, an Werkstätten oder der BVG-Hauptverwaltung seien Streikposten. Die Beschäftigten seien entschlossen, für ihre Forderungen einzutreten und den Druck auf den Arbeitgeber zu erhöhen.
