Zuzenhausen (dpa) – Die TSG 1899 Hoffenheim eilt von Sieg zu Sieg, auf die Einstellung einer Club-Bestmarke will sich Trainer Christian Ilzer aber nicht fokussieren. Mit einem weiteren Erfolg gegen den 1. FC Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr/Sky) könnte der Tabellendritte den siebten Bundesliga-Heimsieg in Folge landen – dies war den Kraichgauern nur 2017 unter Erfolgscoach Julian Nagelsmann gelungen.
«Wenn’s am Ende gelingt und es ein Rekord wird, dann können wir das auf unserem Weg mitnehmen. Aber das ist nicht das, was wir in unserem Kopf haben», beteuerte Ilzer. Damals zog Hoffenheim in die Champions League ein. Ein Ziel, das bei der TSG inzwischen nicht nur Torjäger Andrej Kramaric ausgegeben hat.
«Extrem wachsam bleiben»
Gegen die 2026 noch sieglosen Berliner geht Ilzers Mannschaft mit breiter Brust: Die TSG hat nur eines ihrer letzten 13 Spiele verloren (0:2 in Dortmund) und alle vier Begegnungen in diesem Jahr gewonnen. Nach einer «knackigen Woche» (Ilzer) mit dem 3:1 in Frankfurt und dem 2:0 in Bremen stellt sich der österreichische Coach auf physisch starke Berliner ein.
Unter anderem mit körperlicher Wucht glänzten zuletzt aber auch die Hoffenheimer. «Wir dürfen in keiner Weise davon ausgehen, dass irgendwas von selbst passieren wird. Wir müssen extrem wachsam bleiben, uns sehr, sehr konsequent auf dieses Spiel einstellen», forderte Ilzer von seinen erfolgsverwöhnten Spielern.
Nur etwa 20.000 Fans in Sinsheim erwartet
Verzichten müssen die Gastgeber in Sinsheim auf den gesperrten und zuletzt herausragenden niederländischen Mittelfeldspieler Wouter Burger, der bereits vier Tore und fünf Assists vorweisen kann.
Gegen Union erwartet die TSG nur etwa 20.000 Zuschauer – die Topform der Profis hat sich bisher nicht auf die Publikumsresonanz niedergeschlagen. Im Schnitt kamen in dieser Saison 26.500 Fans in die 30.150 Zuschauer fassende Arena. «Ich bin extrem dankbar für jeden einzelnen, der uns supportet, der mit uns mitfiebert», kommentierte Ilzer das Dilemma des einstigen Dorfvereins. «Wir sind sicher nicht die größte Familie im deutschen Fußball, aber wir haben eine extrem treue Anhängerschaft.»

