
Dresden (dpa/sn) – Die Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft hat sich im Januar etwas eingetrübt. Wie das Ifo-Institut in Dresden mitteilte, sank der Geschäftsklimaindex für Ostdeutschland im Januar leicht von 90,1 Punkten im Dezember auf 89,8 Punkte. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser bewerteten, fielen die Erwartungen für die kommenden Monate leicht pessimistischer aus.
Stimmung in der Industrie deutlich freundlicher
Im verarbeitenden Gewerbe hellte sich das Geschäftsklima im Januar spürbar auf. Die befragten Industrieunternehmen schätzten ihre aktuelle Lage deutlich besser ein als im Vormonat. Zugleich korrigierten sie ihre Erwartungen für die nächsten Monate erneut leicht nach unten.
Dienstleister deutlich pessimistischer
Im Dienstleistungssektor kühlte sich die Stimmung hingegen merklich ab. Die Unternehmen zeigten sich etwas weniger zufrieden mit der laufenden Geschäftslage als im Dezember und senkten ihre Erwartungen für die kommenden Monate spürbar.
Gemischtes Bild im Handel
Auch im ostdeutschen Handel trübte sich das Geschäftsklima insgesamt leicht ein. Während der Großhandel die aktuelle Lage deutlich besser bewertete und seine Erwartungen etwas anhob, schätzte der Einzelhandel die laufenden Geschäfte geringfügig schlechter ein und blickte deutlich pessimistischer in die Zukunft.
Baugewerbe etwas zuversichtlicher
Im Bauhauptgewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima leicht. Die Bauunternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage etwas schlechter als im Vormonat, blickten zugleich jedoch etwas optimistischer auf die kommenden Monate.
Das Ifo-Geschäftsklima für Ostdeutschland basiert auf rund 1.700 monatlichen Meldungen von Unternehmen aus Industrie, Dienstleistungssektor, Handel und Bauhauptgewerbe und gilt als wichtiger Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung.
