
Berlin (dpa/bb) – Der Krankenstand verharrt auch in Berlin auf hohem Niveau. Rund 19 Kalendertage waren versicherte Beschäftigte in der Hauptstadt im Schnitt über das gesamte vergangene Jahr krankgeschrieben, wie aus Zahlen der DAK Krankenkasse hervorgeht. Das waren demnach etwa so viele Fehltage wie im Jahr davor und etwas weniger als im Bundesdurchschnitt (19,5 Kalendertage). Die durchschnittliche Fehldauer pro Krankheitsfall lag bei 9,5 Tagen.
Im Schnitt waren 2025 demnach jeden Tag rund 5,2 Prozent der Beschäftigten krankgeschrieben. Auch diese Quote liegt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
Atemwegserkrankungen häufigste Ursache für Krankschreibungen
Die häufigste Ursache für Krankschreibungen waren Atemwegserkrankungen wie Bronchitis. Pro 100 erwerbstätig Versicherte kamen dabei rund 398 Fehltage zusammen, 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr. An zweiter Stelle standen psychische Erkrankungen mit knapp 360 Fehltagen pro 100 versicherte Beschäftigte. Auch das bedeutete einen Anstieg von mehr als 3 Prozent im Vorjahresvergleich.
«Es ist jetzt notwendig, eine fundierte Ursachenforschung voranzutreiben und neue Lösungswege zu entwickeln», teilte DAK-Landeschef Volker Röttsches mit. Gute Arbeitsbedingungen und eine starke Unternehmenskultur seien zentrale Hebel, um den Krankenstand zu senken.
Für die Analyse wertete das Berliner IGES-Institut Daten von rund 121.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in der Hauptstadt aus.