Mühlenbecker Land/Oberkämer (dpa/bb) – Wegen Bauernprotesten kann es heute auf dem Berliner Ring zu Verkehrsbehinderungen kommen. Seit dem Morgen demonstrieren Landwirte an mehreren Auffahrten der Autobahn 10. Mehrere Anschlussstellen könnten zeitweise blockiert sein, wie eine Polizeisprecherin des Lagezentrums sagte.
An der Auffahrt Erkner stand auf einem Plakat an einem Traktor «Ohne uns kein Essen». Auch an der Auffahrt Potsdam Nord wurde protestiert, nach Angaben eines Polizeisprechers gab es zunächst aber keine größeren Verkehrsbehinderungen.
Sie seien mit etwa 50 Fahrzeugen unterwegs, sagte Initiator Mario Ortlieb. Zu dem Protest hatte er mit Thomas Essig in einem Youtube-Video am 16. Januar aufgerufen. Ziel der Landwirte sei es, gegen das Mercosur-Abkommen der Europäischen Union mit mehreren Staaten Lateinamerikas zu protestieren. Die Proteste sind bei der Polizei angemeldet und genehmigt worden.
Autobahn warnte vor erheblichen Beeinträchtigungen
Die Autobahn GmbH hatte vorab mitgeteilt, dass sie zwischen 6:00 Uhr und 17:00 Uhr von «erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen» ausgeht. Es werde eine Umfahrung empfohlen. Folgende Auffahrten der A10 sollten betroffen sein:
- Autobahnauffahrt Potsdam Nord, Richtung Autobahndreieck Havelland
- Autobahnauffahrt Potsdam Nord, Richtung Autobahndreieck Werder
- Autobahnauffahrt Oberkrämer, Richtung Autobahndreieck Havelland
- Autobahnauffahrt Oberkrämer, Richtung Süden
- Autobahnauffahrt Mühlenbeck Richtung Norden
- Autobahnauffahrt Mühlenbeck Richtung Süden
- Autobahnauffahrt Berlin Marzahn Richtung Norden
- Autobahnauffahrt Marzahn Richtung Süden
- Autobahnauffahrt Erkner Richtung Norden
Zuletzt gab es am 8. Januar Proteste der Landwirte auf der A10. Im Jahr 2024 hatte es bereits eine Welle von Bauern-Protesten mit Blockaden an Autobahn-Auffahrten gegeben. Damals demonstrierten Landwirte gegen eine Abschaffung von Steuerentlastungen beim Agrardiesel.
