
Berlin (dpa/bb) – Bei der Wiedereinführung des Azubi-Tickets in Berlin ist der bisherige Zeitplan nicht zu halten. Ein Verkaufsstart zu Februar 2026 sei aktuell nicht mehr realistisch, teilte ein Sprecher des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) auf dpa-Anfrage mit. Das vergünstigte Deutschlandticket für Auszubildende lässt damit weiter auf sich warten. «Das Ticket soll noch im Frühjahr 2026 in den Verkauf gehen», versicherte der Sprecher allerdings. Zuvor hatte der «Tagesspiegel» darüber berichtet.
Der VBB-Aufsichtsrat habe zuletzt im Dezember darum gebeten, die Einführung des Tickets auch im Land Brandenburg zu prüfen, so der Sprecher. Eine gemeinsame Einführung in beiden Bundesländern wäre aus Sicht des Verkehrsverbunds «sehr wünschenswert». «Diese Prüfung erfolgt zurzeit durch das Land Brandenburg.»
Entscheidung könnte im März fallen
Die turnusmäßig nächste Aufsichtsratssitzung ist für Mitte März geplant. Dann könnte über die Einführung entschieden werden. Der VBB und die Verkehrsunternehmen haben den Angaben zufolge schon «sehr gute Vorarbeiten» für eine kurzfristige Einführung im Frühjahr 2026 im Land Berlin geleistet.
Bereits Ende vergangenen Jahres habe die Verkehrsverwaltung außerdem eine Absichtserklärung («Memorandum of Understanding») mit der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer unterzeichnet, so der Sprecher weiter. Ziel ist, möglichst viele Mitgliedsunternehmen zu bewegen, Jobticket-Rahmenverträge abzuschließen und ihren Auszubildenden das Ticket anzubieten.
Grünen-Verkehrsexpertin Oda Hassepaß kritisierte, das Azubi-Ticket sei seit langem überfällig, die Auszubildenden warteten noch immer auf einen verbindlichen Starttermin. «Das ist inakzeptabel. Die CDU muss sich endlich kümmern und die Azubis nicht noch länger im Regen stehen lassen.»
Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) hatte schon am Donnerstag im Landesparlament eingeräumt, dass der Verkaufsstart des Tickets zum 1. Februar nicht zu halten sei.
