Blick in die Ausstellungsräume vom Haus des Papiers
Blick in die Ausstellungsräume vom Haus des Papiers am Spittelmarkt. Bild: Haus des Papiers

Das Haus des Papiers am Spittelmarkt, das weltweit erste Museum dieser Art, zeigt vom 28. Oktober an seine neue Ausstellung „Waterfall and Spirit“.

Das Haus des Papiers ist das weltweit erste Museum dieser Art, das ausschließlich der zeitgenössischen bildenden Papierkunst gewidmet ist. Gezeigt wird nicht Kunst AUF Papier, wie etwa Zeichnungen oder Malerei, sondern Kunst AUS Papier. Der Werkstoff Papier wird als primäres bildnerisches und gestalterisches Mittel in seiner überraschenden Vielfalt und dem grenzenlosen kreativen Potenzial präsentiert.

Die Gründerinnen Ulrike Vohrer (l.) und Annette Berr.
Die Unternehmerinnen Ulrike Vohrer (l.) und Annette Berr gründeten des Museum Haus des Papiers. Bild: Annemie Martin

Das Museumsprojekt wurde von den Unternehmerinnen Ulrike Vohrer und Annette Berr der FineArt-Print Manufaktur d’mage initiiert. Das Museum wird von d’mage, sowie den beiden Firmen Hahnemühle und Canon Deutschland begleitet und unterstützt.

Große Künstlerinnen

Die neue Ausstellung „Waterfalls and Spirit“ beginnt mit der Vernissage am 27. Oktober im Museum Haus des Papiers. Gezeigt werden intime künstlerische Positionen sowie erstmalig
themenspezifische Video- und Rauminstallationen. Neben den diesjährigen Paper Residency!-Stipendiaten Harriet Groß, Ines Schaikowski, Jessica Maria Toliver und Rachel de Joode werden neue Werke großer zeitgenössischer Künstlerinnen wie Jorinde Voigt und Monica Bonvicini präsentiert.

Das privat gesponserte Material- und Atelierstipendium Paper Residency! existiert seit 2018. Es bietet Kunstschaffenden einmal jährlich die Gelegenheit, sich in Berlin und München intensiv mit dem Werkstoff Papier auseinanderzusetzen. Ein Teil der dort entstandenen Arbeiten gelangt in die Museumssammlung. Die intensiven Werke aus den diesjährigen Residenzen, darunter erstmalig Formate wie Video- und Rauminstallationen, werden nun das erste Mal öffentlich gezeigt.

Wilde Experimente

Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Wasser als Grundlage des Lebens, als
Informationsmedium als ästhetischer Impuls für fließende, schmelzende Formen und Strukturen in Papier steht im Mittelpunkt der Ausstellung „Waterfalls and Spirit“.

Kuratiert wurde sie von der Museumsdirektorin Annette Berr, die bemerkt: „In den Residenzen entstehen immer wildere Experimente. Im Sommer 2022 gingen die Stipendiatinnen so weit wie noch nie zuvor. Wenn wir den Raum betraten, war es fast nicht auszuhalten, welche Energien dort herrschten. Und, als hätten sie sich still verabredet, war das Thema Wasser ganz hyperpräsent.“

Die Ausstellung zeigt skulpturale Papierkunst von insgesamt 32 aufstrebenden sowie bereits international etablierten Kunstschaffenden. Mehr Informationen hier.

Text: Redaktion