Der begehrte Georg-Büchner-Preis geht in diesem Jahr an die Berliner Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar. Sie wurde in der Türkei geboren und gibt mit ihren Geschichten einen besonderen und intimen Einblick in ihr Leben zwischen verschiedenen Welten.
Die Autorin erhielt 1991 bereits als erste Nichtmuttersprachlerin den Ingeborg-Bachmannpreis und schaffte so den literarischen Durchbruch. Nun verleiht ihr die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung die wichtigste Literatur-Auszeichnung Deutschlands
Texte mit autobiographischen Auszügen
In Özdamars Werken findet man oft Auszüge aus ihrem Leben und aus ihren privaten und persönlichen Momenten. Mit ein Grund für die Entscheidung der Jury.
Die Begründung lautet unter anderem: “Mit Emine Sevgi Özdamar zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung eine herausragende Autorin aus, der die deutsche Sprache und Literatur neue Horizonte, Themen und einen hochpoetischen Sound verdankt. Einst aus der Türkei ins geteilte Berlin gekommen, bereichert Özdamar seit über drei Jahrzehnten die deutschsprachige Literaturszene mit ihren Romanen, Erzählungen und Theaterstücken, zuletzt mit dem Opus magnum ‚Ein von Schatten begrenzter Raum‘.”
Preis ist mit 50.000 Euro datiert
Die Berliner Schriftstellerin, die auch als Theaterregisseurin arbeitet, ist bekannt für Texte wie “Die Brücke vom Goldenen Horn”, “Seltsame Sterne starren zur Erde” und “Wedding – Pankow 1976/77”. 2021 erschien ihr Roman “Ein von Schatten begrenzter Raum”, der auch auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022 erschien.
Der Georg-Büchner-Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 5. November 2022 in Darmstadt verliehen.
Text: Sophia Völkel