Bezirk startet Kampagne für Sauberkeit.

Kühlschränke, Fernseher, Matratzen, Sofas – einfach auf den Gehweg gestellt. Im Jahr 2015 hat die Berliner Stadtreinigung (BSR) im Auftrag des Ordnungsamts rund 800 Tonnen illegal abgelagerten Sperrmüll von Neuköllns Straßen entsorgt. Neukölln nimmt mit dieser Größenordnung einen unrühmlichen Spitzenplatz in der Berliner Müllstatistik ein. Das Problem ist immens, vor allem in Nord-Neukölln.

Gemeinsame Sache

Um dem ein Ende zu machen, hat der Bezirk jetzt mit seinen Partnern die Sauberkeitskampagne „Schön wie wir – so wollen wir unser Neukölln“ gestartet. Die Kampagne will ein Zeichen setzen für mehr Sauberkeit und Ordnung im Bezirk. Die Neuköllnerinnen und Neuköllner sind dazu aufgerufen, mitzumachen und gemeinsam mit Wirtschaftsunternehmen, der Wohnungsbaugesellschaften, der BSR, dem Quartiersmanagement und anderen Akteuren für mehr Lebensqualität im Bezirk aktiv zu werden. Dabei stehen die Gemeinschaft, der Spaß und das Aktivsein im Mittelpunkt der Kampagne.

Andere Wege

„Um etwas zu verändern, braucht es mehr als das klassische Bußgeldverfahren und die fleißige Arbeit der BSR-Beschäftigten“, erklärte Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD). „Menschen müssen ihr Verhalten ändern. Sie müssen sich verantwortlich fühlen und einen Stolz auf ihren Bezirk entwickeln. Sie müssen verinnerlichen, dass es nicht in Ordnung ist, seinen Müll einfach auf die Straße oder in den Park zu kippen.“

nm/red