Bild: Excellence Security Berlin
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Wer einen Sicherheitsdienst in Berlin sucht, findet schnell Dutzende Anbieter, die alle dasselbe versprechen: professionell, zuverlässig, rund um die Uhr. Was sich dahinter wirklich verbirgt, unterscheidet sich oft erheblich. Die Redaktion hat sich mit Mahmoud Matar getroffen, dem Geschäftsführer von Excellence Security Berlin GmbH.


Das Unternehmen schützt Baustellen, Gewerbeimmobilien, Veranstaltungen und Hotels, mit einem Team aus gut 30 geprüften Fachkräften und mehr als 15 Jahren Erfahrung im Berliner Sicherheitsgeschäft. Das Gespräch dreht sich um Leidenschaft, Vertrauen und die Frage, warum ein gutes Angebot manchmal erst nach einem langen Gespräch entsteht.

Herr Matar, wenn man sich Ihre Website anschaut, fällt ein Satz auf: „Sicherheit ist kein Produkt, das man kauft.“ Was meinen Sie damit genau?

Matar: Das ist keine Floskel, auch wenn es vielleicht so klingt. Ein Produkt kaufe ich im Laden, nehme es mit und das war’s. Sicherheit funktioniert so nicht. Ich kann Ihnen heute einen Wachmann hinschicken, aber ob der morgen früh um vier Uhr noch genauso aufmerksam ist, ob er weiß, worauf er achten muss, ob er in einer schwierigen Situation richtig reagiert, das ist alles andere als selbstverständlich. Deshalb sage ich: Sicherheit ist ein Versprechen, das wir jeden Tag neu einlösen müssen. Das klingt groß, aber so empfinde ich das tatsächlich.

Wie kamen Sie überhaupt zu diesem Beruf? Sicherheitsdienstleistungen sind ja kein typischer Kindheitstraum.

Matar: Stimmt. Aber wenn man es ein paarmal selbst erlebt hat, dass etwas schiefgeht, auf einer Baustelle, bei einer Veranstaltung, in einem Gebäude, das nicht ausreichend geschützt war, dann versteht man schnell, was auf dem Spiel steht. Mich hat immer die Verantwortung fasziniert, die in diesem Job steckt. Nicht das Uniformtragen, nicht die Autorität. Sondern das Gefühl: Wenn ich meinen Job gut mache, passiert nichts. Das ist paradox, oder? Der beste Arbeitstag ist der, an dem nichts Besonderes passiert. Das hat mich gepackt und lässt mich nicht mehr los.

Excellence Security Berlin ist DEKRA-zertifiziert, nach ISO 9001 und zwei DIN-Normen. Braucht man das wirklich, oder ist das vor allem für die Außendarstellung?

Matar: Beides wäre die ehrliche Antwort. Natürlich wirkt eine DEKRA-Zertifizierung nach außen, Kunden sehen das, öffentliche Auftraggeber achten darauf. Aber was viele nicht wissen: Ein solches Audit schaut sehr genau hin. Wie werden Mitarbeiter geschult? Wie ist die Einsatzplanung dokumentiert? Wie gehen wir mit Vorfällen um? Das zwingt uns intern zu Disziplin und Struktur. Und ehrlich gesagt ist genau das, was ich von meinem eigenen Team verlange. Die Zertifizierung ist nicht der Beweis unserer Qualität, sie ist das Ergebnis davon.

Ihr Leistungsspektrum ist breit. Vom Pförtner bis zum Veranstaltungsschutz. Gibt es Bereiche, die besonders viel abverlangen?

Matar: Jeder Bereich hat seine eigene Komplexität. Aber wenn ich einen nennen soll, der oft unterschätzt wird: der Empfangs- und Pfortendienst. Die meisten denken dabei an jemanden, der hinter einem Tresen sitzt und die Post entgegennimmt. Die Realität ist eine andere. An einem stark frequentierten Eingang brauche ich unter Umständen mehrere Personen gleichzeitig, die einlassen, abweisen, Ausweise prüfen, kommunizieren, und das alles freundlich, ruhig und professionell. Das ist kein Einzelkämpfer-Job. Da steckt echte Personalstärke und echte Koordination dahinter. Ganz anders als etwa beim Personenschutz, wo es oft um eine Person geht, aber um höchste Konzentration über viele Stunden.

Und die Baustellenbewachung? Berlin ist ja eine Großbaustelle.

Matar: Das ist tatsächlich einer unserer Schwerpunkte. Wir sichern über 120.000 Quadratmeter Baufläche ab, das sagt schon einiges. Auf Baustellen geht es vor allem um Diebstahl, Vandalismus und unbefugten Zutritt. Das klingt simpel, ist es aber nicht. Eine Baustelle verändert sich täglich, es kommen neue Firmen, neues Material, neue Zugänge. Wer das bewachen will, muss die Lage ständig neu beurteilen. Dazu kommt: In Berlin kennen wir die Kieze, die Strukturen, die spezifischen Risiken in verschiedenen Stadtteilen. Das ist lokales Wissen, das sich nicht kaufen lässt. Es wächst über Jahre.

Wenn jemand bei Ihnen anruft und fragt: „Was kostet ein Sicherheitsdienst bei Ihnen?“ Was antworten Sie?

Matar: Ich sage: Das hängt davon ab. Und ich meine das nicht als Ausweichen. Es ist schlicht die Wahrheit. Ob ich einen Pförtner für ein Bürogebäude stelle oder ein Team für eine Großveranstaltung, das sind völlig unterschiedliche Kalkulationen. Was spielt alles eine Rolle? Die Art des Einsatzes, die Risikobewertung, wie viele Leute ich brauche, wie lange der Auftrag läuft, ob Sicherheitstechnik dazukommt. Jemand, der mir eine Zahl nennt, bevor er meine Situation kennt, macht entweder Pauschalangebote oder rät ins Blaue. Ich mache das nicht. Wir reden zuerst, dann rechnen wir.

Das klingt aufwändiger als ein Preisrechner auf der Website.

Matar: Ja, ist es auch. Und ich weiß, dass manche Kunden das ungeduldig macht, die wollen schnell eine Zahl. Aber stellen Sie sich vor, ich schicke Ihnen pauschal zwei Leute auf eine Baustelle, und eigentlich wären vier nötig gewesen. Was passiert dann? Etwas wird gestohlen, jemand kommt zu Schaden, der Schaden ist groß. Dann sparen Sie nicht mehr, dann zahlen Sie doppelt: einmal für den Schadensfall und einmal für einen besseren Dienst danach. Das individuelle Angebot ist kein bürokratischer Umweg. Es ist Schutz vor falschen Entscheidungen.

Sie betreiben das Unternehmen inhabergeführt. Was bedeutet das in der Praxis?

Matar: Es bedeutet, dass ich erreichbar bin. Nicht über drei Hierarchiestufen, nicht über ein Ticketsystem. Wenn ein Kunde ein Problem hat, landet das bei mir. Das fühlt sich manchmal schwer an, aber ich will es nicht anders. Ich habe dieses Unternehmen aufgebaut, weil ich Sicherheit mit einem bestimmten Anspruch machen wollte. Nicht wie ein Callshop, der Stunden verkauft. Sondern mit echtem Engagement dahinter. Wenn mein Name dransteht, steht mein Name dran. Das ist eine andere Art von Verantwortung als in einem anonymen Konzern.

Was ist die wichtigste Eigenschaft, die ein Mitarbeiter bei Ihnen mitbringen muss?

Matar: Zuverlässigkeit. Nicht Körpergröße, nicht Lautstärke, nicht das imposante Auftreten. Zuverlässigkeit. Pünktlichkeit. Das Gefühl beim Kunden, dass derjenige, der heute kommt, morgen auch wieder kommt. Und übermorgen. Alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Sachkundeprüfung nach §34a GewO, das ist die Grundvoraussetzung. Aber was sie darüber hinaus auszeichnet, ist Haltung. Man merkt sehr schnell, ob jemand seinen Job macht oder ob er seinen Job lebt.

Zum Abschluss: Berlin ist eine Stadt mit vielen Gesichtern, Clubkultur, Tourismus, Großprojekte, soziale Einrichtungen. Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Matar: Genau da, wo wir heute sind, nur mit mehr Erfahrung und einem noch eingespielteren Team. Ich habe kein Interesse daran, ein riesiger anonymer Konzern zu werden. Was ich will: dass die Leute in Berlin wissen, dass es einen Sicherheitsdienst gibt, dem man vertrauen kann. Der nicht bei Google sucht, wie man eine Baustelle bewacht, sondern der das schon hundert Mal gemacht hat. Der versteht, wie Berlin tickt. Wer das sucht, der soll an uns denken und uns einfach anschreiben unter info@esb-security.berlin. Das reicht als erstes.