Hof im Haus Kastenienallee 12
Sonntagsausstellung und Hoffest des Nachbarschaftsvereins k12 e.V. hirschhof in der Kastanienallee 12. Bild: Imago/snapshot

Unter dem Titel „Das ist unser Haus – die K12 in Prenzlauer Berg“ zeigen Fotografien von Iris Janke in einer Open-Air-Ausstellung die unsanierte Architektur der Kastanienallee 12.

Im Hof des im Kultur- und Bildungszentrums Sebastian Haffner in der Prenzlauer Allee 227/228 eröffnet am 26. November, 17.30 Uhr, eine Open-Air-Ausstellung. Unter dem Titel „Das ist unser Haus – die K12 in Prenzlauer Berg“ zeigen Fotografien von Iris Janke die unsanierte Architektur der Kastanienallee 12. Musikalisch begleitet wird die Eröffnung durch ein Konzert der Bolschewistischen Kurkapelle Schwarz-Rot.

Berliner Besonderheit

Die Architektur der Kastanienallee 12 in Prenzlauer Berg mit Vorderhaus und drei Hinterhäusern sowie die Zusammensetzung der dort lebenden Menschen stellen bis heute eine Berliner Besonderheit dar. Am bislang unsanierten Gebäudeensemble, das zwischen 1872-1907 im Stil der Gründerzeit entstanden ist, wird die wechselvolle Geschichte der zurückliegenden Jahrzehnte auf eindrückliche Weise nachvollziehbar.


Weitere Informationen zum Verein K12 finden Sie hier.


In der K12 lebt und arbeitet eine bunte Schar kreativer Bewohner. Gäste sind willkommen, um die Ateliers und Arbeitsplätze zu besichtigen und sich über die Geschichte und Gegenwart zu informieren. Das Museum Pankow dokumentiert seit einiger Zeit die Entwicklung dieses typischen Berliner Mietshauses und seiner Bewohner sowie den drohenden Verkauf und die damit verbundenen Veränderungen.

Mit viel Engagement und verschiedenen Aktionen kämpfen die Mieter für den Erhalt ihres Lebensraumes. Wie es weitergeht, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden: Damit das Haus durch die Mietergenossenschaft Selbstbau gekauft werden kann, braucht es bis zum 30. November eine unterstützende Förderzusage der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Andernfalls wird mit der Versteigerung des Hauses begonnen.

Zahlreiche Ausstellungen

Iris Janke gibt mit ihrer fotografischen Arbeit facettenreiche Einblicke in die drei Hinterhäuser vom Keller bis zum Dachboden. Iris Janke studierte Visuelle Kommunikation an der Universität der Künste Berlin sowie Bildende Kunst an der Kunstakademie in Stockholm. Sie arbeitet als freie Fotografin und ist Projektleiterin im Education-Team der C/O Berlin Foundation. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen und auf Fotofestivals im In- und Ausland präsentiert.

Die „Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot“ wurde 1986 in Prenzlauer Berg als Teil der gegenkulturellen und politischen Untergrundszene gegründet – nicht nur als Band, sondern auch als soziales Projekt, das traditionelle Blas- und Volksmusik nahtlos mit Rock und Punk verbindet. Die Band setzt sich mit vielen sozialen und politischen Themen auseinander, die Berlin und Deutschland in den letzten drei Jahrzehnten verändert haben. Ihr Sound ist energiegeladen und wild, gleichzeitig aber auch sanft und groovig.

Text: Redaktion

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