
Berlin (dpa) – Der frühere Trainer Friedhelm Funkel hofft vor dem Duell seiner Ex-Clubs 1. FC Köln und Hertha BSC auf einen Sieg der Rheinländer. «Da muss ich unumwunden zugeben, dass mein Herz mehr für Köln schlägt. Da war ich einfach länger», sagte der 71-Jährige der «Berliner Morgenpost» (Freitag) vor dem Topspiel in der 2. Fußball-Bundesliga am Samstag (20.30 Uhr/Sport1 und Sky).
Funkel, der von Oktober 2009 bis Sommer 2010 die Hertha trainierte, habe zwar auch in Berlin eine «sehr schöne Zeit» gehabt. «Aber Köln braucht die Punkte jetzt auch dringender für den Aufstieg. Also lassen Sie den FC gewinnen und Hertha gewinnt dann danach noch viermal. Das wäre mein Wunsch.»
Kölner Wiederaufstieg wäre für Funkel keine Überraschung
Während sich Hertha als 13. im Niemandsland der Tabelle befindet, thront der FC sieben Spieltage vor dem Saisonende an der Spitze. Die Kölner stehen damit vor dem direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga.
Funkel verwies darauf, er habe schon vor der Saison prophezeit, dass der FC und der derzeit zweitplatzierte Hamburger SV aufsteigen werden. «Beide Mannschaften haben den besten Kader der 2. Liga. Ich bin davon überzeugt, dass ich recht behalten werde», sagte der 71-Jährige, der von 2002 bis 2003 und dann noch mal 2021 als Köln-Coach gearbeitet hatte.
Funkel: Hertha braucht Ruhe im Verein
Hertha hingegen hatte Funkel unter den besten sechs Mannschaften erwartet. Davon sind die Berliner aber weit entfernt. Man müsse nun wieder versuchen, «Ruhe in den Verein hineinzubekommen».
Coach Stefan Leitl, der im Februar auf Cristian Fiél folgte, traut Funkel eine Menge zu – auch die Rückkehr ins Oberhaus. «Ich bin fest davon überzeugt, dass Stefan der richtige Mann ist, weil er auch charakterlich, menschlich und fachlich wirklich gut ist.»