Eine Veterinärin notiert die Nummer einer Kuh, die eingefroren ist.
Eine Veterinärin notiert die Nummer einer Kuh, die eingefroren ist. Foto: Cevin Dettlaff/dpa/Archivbild

Brandenburg/Havel (dpa/bb) – Wegen mehrerer erfrorener Kühe in Brandenburg an der Havel untersucht die Staatsanwaltschaft, ob der Landwirt gegen den Tierschutz verstoßen hat. Das Veterinäramt stellte nach eigenen Angaben bei einer Kontrolle des Betriebs des Viehhalters keine Verstöße fest.

Am Donnerstag vergangener Woche waren sieben Kühe in einem Überflutungsgebiet in Brandenburg/Havel entdeckt worden. Vier Kühe waren erfroren, einige steckten im Eis fest. Drei Kühe lebten noch, sie sollten wieder in den Stall kommen.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Potsdam sagte am Mittwoch, es werde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz geführt. Es gebe zwei Strafanzeigen der Tierrechtsorganisation Peta und eines Anwalts. Zuvor berichteten mehrere Medien.

Ein Sprecher des Kreises Potsdam-Mittelmark sagte am Mittwoch, das Veterinäramt haben den Betrieb des Landwirts am Dienstag vor Ort kontrolliert. «Alle Tiere, die angetroffen wurden, waren ordentlich versorgt und gefüttert. Es war kein weiteres Eingreifen nötig.»

Peta hatte vergangenen Freitag mitgeteilt, sie habe Strafanzeige wegen Tiertötung und Tierquälerei durch Unterlassung gegen den Landwirt erstattet. Die Organisation forderte auch ein sofortiges Verbot der Tierhaltung.