Ullsteinstraße

Am U-Bahnhof Ullsteinstraße geht die Planung voran. Die bisherigen Untersuchungen an den Fugen der Tunneldecke über dem Gleis 1 sollen bereits wichtige Erkenntnisse geliefert haben. In den Nächten am 16. und 17. Februar jeweils ab 22 Uhr bis Betriebsschluss, noch einmal Untersuchungen über dem anderen Gleis. Die U-Bahn fährt dann zwischen den Stationen Tempelhof und Alt-Mariendorf alle 20 Minuten im Pendelverkehr.

In der übernächsten Woche soll dann das finale Konzept für die Reparatur der Schäden stehen. Geplant ist ein Baubeginn noch im ersten Quartal 2022. Bis zum Sommer sollen diese Arbeiten möglichst abgeschlossen sein. Und sie sollen keine bloße Ausbesserung sein, kündigt U-Bahn-Bau-Chef Uwe Kutscher an.

Keine Übergangslösungen

„Wir haben uns bewusst entscheiden, hier kein Provisorium zu schaffen, sondern ziehen einen Teil der Grundinstandsetzung des Bahnhofs kurzfristig vor“, erläutert Uwe Kutscher. „Der Beton im Bereich der undichten Fugen muss dabei abgetragen werden. Die Stahlbewehrung wird sandgestrahlt, mit neuem Rostschutz versehen und nötigenfalls verstärkt. Anschließend folgt der neue Beton.“

Es wird oben gebaut

Die gute Nachricht für die U-Bahnfahrgäste lautet: Nach der vorläufigen Planung der Fachleute soll der Hauptteil der Arbeiten von der Oberfläche aus erfolgen. Die U-Bahnen der Linie U6 könnten dann nach der Baustelleneinrichtung größtenteils regulär fahren. Für den Straßenverkehr gibt es voraussichtlich bis zum Sommer 2022 Einschränkungen auf dem Tempelhofer Damm.

An vier Fugen undicht

Durch die besondere Bauweise des Bahnhofs Ullsteinstraße liegt die Straßendecke des Tempelhofer Damms direkt auf dem U-Bahntunnel der U6. Insgesamt vier Fugen, die Erschütterungen und Temperaturschwankungen ausgleichen sollen, waren über die Jahre durch den starken Straßenverkehr und Witterungseinflüsse undicht geworden.

Vor allem durch Streusalz im Winter war es zu Schäden am Stahlbeton gekommen. Zuletzt hatte sich durch Feuchtigkeit ein kleiner Teil der Rabitzdecke gelöst.

Zwischen Fahrbahn und Kanal im Kasten

Die Grundsanierung des Bahnhofs Ullsteinstraße wird ungeachtet der nun vorgezogenen Arbeiten weiter geplant. Der Bahnhof ist ein bauliches Unikat im Netz der BVG. Er liegt zu großen Teilen im sogenannten Hohlkasten der Stubenrauchbrücke über den Teltowkanal. Die Sanierung von Bahnhof und Brückenbauwerk soll deshalb gemeinsam erfolgen.

Die BVG und die für die Brücke zuständige Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz sind dazu bereits in enger und konstruktiver Abstimmung.

TExt: red, Bild: IMAGO / Sabine Gudath