In der Kolumne „Schlager der Woche“ setzen sich unsere Kollegen von Schlager Radio (in Berlin u. a. auf 106,0 UKW) mit aktuellen gesellschaftlichen Themen und interessanten Alltagsbeobachtungen auseinander. Dieses Mal schreibt Marie Pöhlmann über moderne, aber manchmal nervige Assistenzsysteme in Autos.

Früher war Autofahren in Berlin einfach: Zündung an, Radio an, ab auf die Stadtautobahn – und spätestens am Dreieck Funkturm stand man sowieso. Heute fährt im Neuwagen gefühlt die ganze Verwandtschaft mit. Einer warnt vor Müdigkeit, einer vorm zu schnellen Fahren, einer passt auf, ob man abgelenkt ist. Fehlt eigentlich nur noch eine Stimme: „Du wolltest doch Kaiserdamm raus!“


Für Neuwagen sind inzwischen zahlreiche Assistenzsysteme vorgeschrieben. Wer sein ­altes Auto behält, muss dagegen nicht nachrüsten. Besonders schön ist der Geschwindigkeitsassistent: Übersieht man ein Tempolimit, meldet sich das Auto. In Berlin könnte das Dauerbeschallung bedeuten. 30, 50, wieder 30.

Und falls der Wagen auch noch Müdigkeit erkennt: Nach 45 Minuten Stop-and-go auf der A100 sollte er besser gleich Kaffee kochen.