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Cape Coral wird gern das Venedig Floridas genannt, wegen der über 600 Kilometer Kanäle, die durch die Stadt führen und bis zum Golf von Mexiko reichen. Genau in dieser Kulisse, an einem dieser Wasserwege mit eigenem Bootssteg, vermittelt CoralVilla seit 2017 Ferienvillen an deutschsprachige Urlauber. Auf dem US-amerikanischen Google-Unternehmensprofil von CoralVilla stehen aktuell knapp 100 Bewertungen.
Ob sich hinter diesem guten Eindruck am Ende doch versteckte Kosten verbergen und wie deutsch die Betreuung vor Ort tatsächlich ist, wollten wir wissen. Deshalb haben wir bei Monja Schommer nachgefragt, Geschäftsführerin von CoralVilla.
Frau Schommer, fangen wir vorne an. Wie kam es zu CoralVilla, und wo steht das Unternehmen heute?
Monja Schommer: Wir sind 2017 mit einer Handvoll Häusern gestartet, damals ganz gezielt für deutschsprachige Gäste gedacht, die sich in Cape Coral etwas anderes wünschten als ein Hotelzimmer. Daraus ist inzwischen ein Portfolio von über 65 Villen geworden, betreut von Teams sowohl bei uns in Deutschland als auch direkt vor Ort in Cape Coral. In diesem Jahr haben wir unsere 10.000. Buchung abgewickelt, viele unserer Gäste kommen inzwischen als Stammgäste zurück.
Was genau macht die Häuser aus, die Sie vermitteln?
Schommer: Viele Grundstücke in Cape Coral haben einen direkten Wasserzugang, das ist das Besondere an dieser Stadt. Unsere Villen liegen meist an Kanälen mit eigenem Bootssteg, viele davon mit direktem Zugang zum Golf von Mexiko. Man kann morgens im eigenen Pool schwimmen und mittags mit dem Boot zu einer der vorgelagerten Inseln fahren, ganz ohne Marina und ohne Umwege. Das ist ein Lebensgefühl, das sich schwer beschreiben lässt, man muss es einmal erlebt haben.
Und für Gäste, die ohnehin kein Boot mieten, was macht das Haus selbst dann zum eigentlichen Highlight?
Schommer: Auch ohne Boot sind unsere Ferienhäuser für Familien attraktiv. Man hat deutlich mehr Platz als in einem typischen Hotelzimmer, mehrere Schlafzimmer, eine komplette Küche für den Alltag mit Kindern, und vor allem einen eigenen Pool direkt an der Terrasse, ohne Poolordnung oder feste Öffnungszeiten wie im Hotel.
Kommen wir zum Kern unserer Recherche. Wie fällt die Bilanz deutscher Urlauber bislang aus, wenn man sich die Bewertungen ansieht?
Schommer: Wir stehen aktuell bei knapp 100 Bewertungen auf unserem Google-Unternehmensprofil in den USA. Das ist ein Wert, auf den wir stolz sind, aber wir lesen jede einzelne Bewertung auch als Feedback, nicht nur als Zahl. Die meisten Rückmeldungen loben genau die Kombination, die uns wichtig ist: hochwertige Häuser und eine Betreuung, bei der man sich als Gast nicht alleingelassen fühlt, wenn doch einmal etwas ist.
Bleiben wir ehrlich, denn genau das interessiert unsere Leser am meisten: Gibt es bei CoralVilla versteckte Kosten, die erst in der Endabrechnung auftauchen?
Schommer: Nein, und das ist uns wichtig genug, dass wir es auf der Website extra betonen. Alle unsere Preise sind Bruttopreise, Steuern und Gebühren sind also bereits eingerechnet. Über den Preisrechner bei jedem Haus sieht man sofort ein verbindliches Angebot für die gewünschte Personenzahl und Reisedauer, ohne versteckte Aufschläge danach.
Ganz ohne zusätzliche Kosten kommt eine USA-Reise aber vermutlich trotzdem nicht aus?
Schommer: Richtig, und das würde ich auch nicht verschweigen wollen. Der Strom wird nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet, der Zähler wird bei An- und Abreise gemeinsam mit der Hausverwaltung abgelesen und mit der Kaution verrechnet. Die Kaution selbst bekommen unsere Gäste übrigens sehr zügig zurück, meistens innerhalb weniger Tage nach der Abreise.
Wie sieht es mit Anzahlung und Restzahlung aus?
Schommer: Die Anzahlung liegt bei 20 Prozent des Mietpreises und wird innerhalb von fünf Tagen nach der Buchung fällig. Den Rest zahlen unsere Gäste erst 60 Tage vor Anreise, das gibt gerade Familien, die weit im Voraus planen, spürbar Luft. Die Buchungsbestätigung gilt bei uns als Mietvertrag, ergänzt um unsere AGB. Es soll für niemanden Unklarheiten geben, wofür er am Ende bezahlt.
Damit zur zweiten großen Frage: Ist die Betreuung vor Ort wirklich auf Deutsch, oder ist das am Ende eher ein freundlich gemeintes Versprechen?
Schommer: Das ist keine Behauptung, sondern die tägliche Praxis. Unsere Hausverwaltung in Cape Coral spricht durchgängig Deutsch und ist Ansprechpartner für alles rund um Villa, Boot und Urlaub, vom Check-in bis zur Abreise. Da sitzt kein Callcenter irgendwo, das im Zweifel doch auf Englisch verweist. Praktisch läuft der Einzug sehr unkompliziert: Etwa zwei Wochen vor Anreise bekommen unsere Gäste die Adresse und einen Tür-Code per E-Mail, damit auch ein später Flug kein Problem ist. Zusätzlich dazu findet aber immer ein persönlicher Check-in mit der Hausverwaltung statt, bei dem unsere Gäste eine Einführung in alles Wichtige rund ums Haus bekommen, von der Klimaanlage bis zur Poolsteuerung.
Was, wenn während des Aufenthalts etwas ist, ein technisches Problem etwa oder eine Frage zum Boot?
Schommer: Genau dafür sind wir da, und zwar nicht nur zu Bürozeiten. Unsere deutschsprachigen Ansprechpartner sind während des gesamten Aufenthalts erreichbar. Ob es um die Klimaanlage geht, um eine Frage zum Bootsführerschein, den man in Florida als Tourist übrigens gar nicht braucht, oder einfach um einen Tipp für den Abend, wir kümmern uns darum.
Wohin geht der Weg für CoralVilla in den nächsten Jahren?
Schommer: Wir fühlen uns in Cape Coral sehr wohl und kennen die Gegebenheiten dort inzwischen sehr genau. Schnelles Wachstum ist nicht unser Ziel, wir wollen unser Angebot eher selektiv ergänzen. Geführte Bootstouren und Delfinbeobachtungen haben wir zum Beispiel erst kürzlich mit aufgenommen, damit unsere Gäste über die reine Vermietung hinaus ein echtes Erlebnis mitnehmen.
Frau Schommer, vielen Dank für das offene Gespräch.

