Sichtbarer Mauerrest: Ein Radfahrer fährt an der Gedenkstätte in der Bernauer Straße vorbei. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild
Sichtbarer Mauerrest: Ein Radfahrer fährt an der Gedenkstätte in der Bernauer Straße vorbei. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild

Die Berliner Mauer ist nur noch an wenigen Orten sichtbar. Allerdings gibt es zahlreiche Überreste und Spuren von der früheren Grenzanlage. Ein neues Online-Portal  dokumentiert sie und ermöglicht eine digitale Erkundungstour.

Unter dem Titel „Mauerspuren“ gibt das am Dienstag gestartete Projekt der Stiftung Berliner Mauer einen Überblick darüber, was von der Mauer in und rund um Berlin übrig geblieben ist.

Auf einer digitalen Karte ist der Grenzverlauf zu sehen. Klickt man einzelne Punkte an, werden Fotos und entsprechende Erläuterungen sichtbar. Über einen Zeitstrahl lassen sich Veränderungen im Verlauf der Jahre erkunden.

Mit dem neuen Portal, das nach den Angaben mit 18.000 Euro von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien gefördert wurde, erweitert die Stiftung ihr digitales Angebot. Vor rund einem Monat hatte sie ihre Sammlung mit etwa 10.000 Objekten zum Thema Mauer und Teilung online gestellt.

Geschichte im Kiez

Darauf baue das neue Angebot aus, sagte eine Stiftungssprecherin. „Wir wollen mit ,Mauerspuren‘ Menschen für die Geschichte ihres Kiezes und ihre Umgebung sensibilisieren“, erklärte Projektleiterin Cornelia Thiele.

Zunächst seien etwa 170 Spuren verzeichnet. Das Angebot solle erweitert werden. Hinweise von Berlinern seien willkommen. „So kann eine lebendige Plattform entstehen“, sagte Thiele.

Zur Stiftung gehören fünf historische Orte in Berlin, darunter die Gedenkstätte Berliner Mauer, die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde und die East Side Gallery. In den Bestand aufgenommen werden originale Objekte und historische Artefakte zur Berliner Mauer und Teilungsgeschichte.

Weitere Informationen zum Projekt „Mauerspuren“ gibt es online.

Text: dpa