Tradition: Kurden feiern Neujahrsfest Newroz in Bruno-Gehrke-Halle.
Hînbûn, das Internationale Bildungs- und Beratungszentrum, sowie Bezirksstadtrat Gerhard Hanke und der Evangelische Kirchenkreis Spandau laden am 20. März, 18 Uhr, wieder zur traditionellen Feier des Kurdischen Neujahrsfestes Newroz in der Bruno-Gehrke-Halle ein. Seit über 30 Jahren findet das Fest für Kurden aus ganz Berlin statt.
Neu beginnen
„Wir sind froh darüber, dass es vielen geflüchteten Menschen möglich sein wird, in Freiheit, ohne Krieg und Verfolgung an dem Fest teilzunehmen; es gemeinsam mit Berliner Kurden und vielen deutschen Gästen aus der ganzen Stadt begehen zu können. Damit wird das Newroz-Fest seiner ursprünglichen Bedeutung nach als Neubeginn in besonderer Weise gerecht“, erklärt Sabine Knepel, Leiterin des Hînbûn. Newroz heißt wörtlich ,,der neue Tag“ und hat sich aus den Wörtern ,,nu“ (neu) und ,,roj“ (Tag) über ,,nur“ und ,,nuroz“ zu ,,newroz“ entwickelt. Als Fest der Wiedergeburt erlangte es zuerst bei den Kurden Bedeutung und wurde dann später auch von anderen Völkern übernommen. Kurden, Afghanen, Perser, Belutschen, Tatschiken uund andere Völker feiern heute dieses Fest, das sie alle um ihre eigenen nationalen Bräuche bereichert haben. Das Newrozfest ist wahrscheinlich das älteste kurdische Fest.
Winter überstanden
Newroz wurde und wird als Beginn eines neuen Jahres, wenn der Winter vorbei ist und der Frühling kommt, gefeiert. Der harte kurdische Winter, der insbesondere für die in abgelegenen Bergdörfern lebenden Menschen eine schwere Zeit bedeutet, ist vorüber, die Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf, die Blumen erblühen und die Wasserfälle, Bäche und Flüsse rauschen wieder. Die Menschen fühlen sich wie neu geboren und schöpfen neue Kraft für ihr hartes Leben.
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