Technik: Der Senat kooperiert mit privatem Investor für den Betrieb von 450 WLAN-Hotspots.
Die Charlottenburger Einkaufsmeile Wilmersdorfer Straße wird möglicherweise eine der ersten kostenfreien und frei zugänglichen WLAN-Hotspots Berlins. Und nur einer der zukünftigen Standorte. Geplant ist, die flächendeckende öffentliche Ausstattung Berlins mit 650 WLAN-Hotspots, so Mathias Gille, Sprecher der Senatskanzlei des Regierenden Bürgermeisters. Damit kann jeder bald überall unbegrenzt und barrierefrei auf Webseiten surfen oder E-Mails lesen und schreiben. Der genaue Starttermin ist noch nicht bekannt. Angedacht ist ein Beginn „im Frühjahr 2016“, also jetzt. Für das WLAN-Projekt kooperiert der Senat mit der Firma „abl social federation GmbH“ aus Nürnberg, die Berlin mit der nötigen Infrastruktur ausstatten wird. Angeschoben wird das Projekt seitens des Senats mit einer „Fördersumme in Höhe von 170.000 Euro für die Projektlaufzeit von zwei Jahren“, die hauptsächlich für die „Erstinstallation der Hotspots“ verwendet wird. Danach behält sich das Land Berlin vor, diese Kooperation zu verlängern. Falls die Option nicht wahrgenommen wird, erfolgt die anschließende Kostendeckung für den Investor durch Werbung. Die „abl social federation GmbH“ wäre dann berechtigt, „bis zu maximal zehn Sekunden Werbebotschaften einzublenden“. Die Auswahl der Standorte beruht auf der Entscheidung des privaten Partners, der sich nach Anbringungs- und Genehmigungsmöglichkeiten, Denkmalschutz und erwarteten Nutzerzahlen richten wird. Die endgültige Entscheidung über die Standorte wird für Ende März erwartet.
Christina Praus