Eine große Installation der Künstlerin Sandra Mujinga steht in einer Halle im Museum Hamburger Bahnhof.
Eine große Installation der Künstlerin Sandra Mujinga steht in einer Halle im Museum Hamburger Bahnhof. Foto: Gerd Roth/dpa

Berlin (dpa) – Als hätte es der Monolith aus Stanley Kubricks ikonischem Science-Ficton-Film «2001» nach Berlin geschafft: In der riesigen Halle des Museums Hamburger Bahnhof hat die Künstlerin Sandra Mujinga eine imponierende Konstruktion aufgebaut. Ein pechschwarzer Block, fast zehn Meter hoch auf knapp 80 Quadratmetern, ragt bis zur Decke. Auf der Vorderfront hat die mit dem jüngsten Preis der Nationalgalerie ausgezeichnete Künstlerin auf 36 Quadratmetern eine Videowand installiert. Die Konstruktion und das gut einstündige Video sind mit der Ausstellung «Sandra Mujinga. I Build My Skin With Rocks» von diesem Freitag an bis 1. Mai zu sehen.

Mit einem Faible für Science-Fiction habe sie bei der Konstruktion auch an Kubrick gedacht, sagte die aus der Demokratischen Republik Kongo stammende 33-Jährige am Donnerstag während der Präsentation.

Für ihre Arbeit hat die Künstlerin an einen letzten Elefanten gedacht, der damit gleichzeitig der erste und einzige seiner Art sei. Aus Leder und Kunstleder als Symbole für Haut und künstliche Oberfläche entwarf Mujinga, die dieses Jahr auch auf der Biennale in Venedig dabei war, eines der für sie typischen Hüllen-Gewänder.

Die Bewegungen einer Person in dieser neuen Elefantenhaut hat die Künstlerin für ihr Video gefilmt, mit hellen und dunklen Effekten verfremdet und mit leicht hypnotisch wirkenden tiefen Streichern unterlegt. Aus Mensch und Elefant wird ein hybrides Wesen, das immer wieder zu Landschaften, schimmernden Punkten, unklaren Fragmenten mutiert. Mujinga will damit zunehmend schwierige Lebensbedingungen und die Konsequenzen daraus hinterfragen.

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