Die Läufer der ersten Welle des BMW Berlin Marathon passieren auf der Straße des 17. Juni die Siegessäule.
Die Läufer der ersten Welle des BMW Berlin Marathon passieren auf der Straße des 17. Juni die Siegessäule. Foto: Andreas Gora/dpa

Berlin (dpa/bb) – Im Fall von Störaktionen beim Marathon in Berlin sollen Zuschauer laut Polizei keinesfalls selbst eingreifen. «Sollte es zu Störungen im Bereich der Wegstrecke kommen, bitte informieren Sie uns und warten Sie dann auf unsere Einsatzkräfte», appellierte die Behörde am Samstagmorgen auf der Plattform X, vormals Twitter. «Greifen Sie nicht selbst ein, machen Sie sich nicht selbst strafbar.» Die Polizei wies zudem auf erhebliche Verkehrsbeeinträchtigung durch die Großveranstaltung hin. Sie empfiehlt die Nutzung von Bussen und Bahnen.

Die durch Straßenblockaden bekannt gewordene Klimaschutzgruppe Letzte Generation hatte am Freitag angekündigt, am Sonntag eine Störung des Marathons in Berlin zu planen. Man wolle den Lauf der fast 48.000 Teilnehmer «unterbrechen», hieß es. «Vor der Klimakatastrophe können wir nicht davonrennen.»

Um schneller gegen Störer und Blockierer einschreiten zu können, erließ die Polizei bereits vor zwei Wochen ein Verbot nicht angemeldeter Demonstrationen der Letzten Generation im Gebiet des Marathons. Dieses Verbot wurde in Form einer sogenannten Allgemeinverfügung am Freitag im Amtsblatt veröffentlicht und gilt von Samstagvormittag bis Sonntag um Mitternacht.