Kulturstaatsministerin Claudia Roth spricht bei einer Pressekonferenz.
Kulturstaatsministerin Claudia Roth spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Lena Lachnit/dpa

Berlin (dpa) – Mit der geplanten Reform der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sollen die Museen und Einrichtungen des Verbundes deutlich gestärkt werden. Der Stiftungsrat von Deutschlands international wichtigster Kulturinstitution stimmte den grundlegenden Veränderungen einstimmig zu. Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) sprach am Montag in Berlin von einem «großen, wichtigen Schritt zu mehr Autonomie und Selbstständigkeit und damit besserer Handlungsfähigkeit».

Die von Bund und Ländern getragene Stiftung gilt als zu behäbig, ihre Museen international als nicht auf der Höhe ihrer Möglichkeiten. Zur Stiftung mit rund 2000 Mitarbeitern gehören etwa die Staatlichen Museen in Berlin, deren 15 Sammlungen mit 4,7 Millionen Objekten an 19 Standorten präsentiert werden. Einer Analyse des Wissenschaftsrates zufolge, dem wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremium in Deutschland, ergeben sich unklare Entscheidungsprozesse durch die Konstruktion.

Offen ist die weiter die Frage, wie die inhaltlichen Veränderungen finanziert werden können. Dazu sollen bis Sommer 2023 Vorschläge vorgelegt werden. Die Länderanteile sind seit 1996 gedeckelt. Alle Länder zusammen tragen rund 15 Prozent des Budgets, etwa 8 Prozent davon Berlin als Sitzland. Der Bund zahlt rund 86 Prozent. Ohne die Länder müsste der Bund nach zuletzt veröffentlichten Berechnungen etwa 50 Millionen Euro zusätzlich aufbringen.

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