Brandenburgs Oberbürgermeister Steffen Scheller.
Brandenburgs Oberbürgermeister Steffen Scheller. Foto: Michael Bahlo/dpa/Archivbild

Potsdam (dpa/bb) – Viele Studenten der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) arbeiten nach Abschluss ihrer Ausbildung in Kliniken oder Praxen im Land. Der sogenannte Klebe-Effekt ziehe etwa bei zwei Dritteln der Absolventen, sagte der Oberbürgermeister von Brandenburg/Havel, Steffen Scheller (CDU), am Montag nach der Präsidiumssitzung des Städte- und Gemeindebundes. Bislang hätten an der MHB rund 120 Mediziner ihre Ausbildung abgeschlossen, sagte Scheller. «Dies ist ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen den Ärztemangel insbesondere in den ländlichen Regionen.»

Der Gemeindebund begrüßte daher die Ankündigung der Hochschule, vom Sommersemester 24 an auch Zahnärzte auszubilden. Dann sollen die ersten 48 Studenten mit diesem Studium an der MHB beginnen. Derzeit gebe es bereits 532 Studierende der Humanmedizin und weitere gut 200 Studierende der Psychologie dort.

Die MHB wurde im Herbst 2014 von fünf kommunalen und gemeinnützigen Trägern gegründet, um dem Ärztemangel im Flächenland Brandenburg zu begegnen. Inzwischen hat bereits der dritte Absolventenjahrgang seine Ausbildung abgeschlossen. In Brandenburg gibt es bislang keine Ärzte-Ausbildung an einer staatlichen Hochschule. Aus Mitteln des Strukturfonds für die Kohleregionen ist aber der Aufbau einer Medizinischen Fakultät in Cottbus geplant.