Berlin (dpa) – Schauspieler Henry Hübchen hadert mit seiner Heimatstadt Berlin. «Berlin ist mit sich selbst überfordert», sagte der 78-Jährige dem «Berliner Kurier.» Ob Infrastruktur, Wohnungsbau, Integration, Schulen, nicht erreichbare Ämter: Jeden Tag kämen neue Baustellen hinzu. «Die Welt steht Kopf und Berlin ist verwahrlost», so Hübchen. Inzwischen verbringe er die meiste Zeit des Jahres an der Ostsee, mit viel Müßiggang.
In Berlin erlebe er «eine aggressive Grundstimmung in den öffentlichen Räumen, besonders wenn Fahrrad-, Roller- und Autofahrer sich begegnen», sagte der Schauspieler. Zudem ärgern ihn «mit Betonschwellen markierte Fahrradwege, die zum auf die Schnauze fallen und zu gebrochenen Autofelgen einladen.»
Hübchen wurde 1947 in Berlin-Charlottenburg geboren. Als er zwei Jahre alt war, siedelte seine Familie in den sowjetischen Sektor der Stadt über. Er erlebte dann die DDR von der Gründung bis zum Mauerfall.

