Studierende gehen Richtung Hörsaal.
Studierende gehen Richtung Hörsaal. Foto: Britta Pedersen/dpa/Symbolbild

Cottbus (dpa/bb) – Mit einem Handlungskonzept reagiert die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) auf gewalttätige Übergriffe und Bedrohungssituationen für internationale und queere Studierende. Mit der Umsetzung in die Praxis sei bereits begonnen worden, teilte die Institution am Mittwoch mit. In den vergangenen Jahren gab es demnach mehrere Vorfälle, bei denen Studierende «of Color» von rassistisch und extrem rechter Gewalt in der Stadtgesellschaft und auf dem Campus betroffen waren.

Studierende würden zudem auf eine Stadtgesellschaft treffen, in der extrem rechte Provokationen im Alltag häufig auftreten und in vielen Fällen unwidersprochen bleiben, wird in dem Konzept festgestellt. Cottbus gilt laut Verfassungsschutz in Brandenburg als Schwerpunkt des Rechtsextremismus.

Die Universität versteht sich mit rund 6800 Studierenden als Teil der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft. Davon kommen etwa 2450 aus dem Ausland. Indien, Bangladesch, Iran, Nigeria und China gehören zu den größten Ländergruppen der mehr als 100 verschiedenen Nationen. Mit 35 Prozent ist der Anteil an internationalen Studierenden an der BTU vergleichsweise hoch.

Als eine der ersten Maßnahmen soll eine Monitoringstelle für Vorfälle von Diskriminierung und rechter Gewalt eingerichtet werden. Auch mit der Polizei arbeitet die BTU nach eigenen Angaben eng zusammen. Eine weitere Maßnahme im Handlungskonzept zielt auf den Schutz des Hochschulbetriebs vor Einflussnahme antidemokratischer und extrem rechter Kräfte ab. Daneben sollen Verwaltung, Lehre und Studium für Diskriminierungsformen sensibilisiert werden.

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