Frau trinkt Grapefruit-Saft und lächelt.
Grapefruits enthalten neben reichlich Vitamin C auch viele wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Ein großer Teil davon steckt allerdings in den Kernen. Bild: djd-k/sanitas/blackday - stock.adobe.com

Bioflavonoide aus der Grapefruit können das Immunsystem unterstützen.

Von Corona bis RSV: So viele Atemwegsinfekte wie diesen Winter gab es selten. Was am besten dagegen schützt, ist ein starkes Immunsystem. Doch wie kann man seine Abwehr natürlich unterstützen?

Professor Dr. med. Martin Hörning, Experte für Phytotherapie, rät zu Bewegung an der frischen Luft, einem gesunden Lebensstil und einer ausgewogenen Ernährung mit viel Obst und Gemüse – am besten Sorten, die reich an natürlichen Antioxidantien wie Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen sind. Denn diese Stoffe benötigt der Körper, um freie Radikale zu bekämpfen. Das sind aggressive Moleküle, die unser Immunsystem schwächen und Entzündungen begünstigen.

Stark gegen freie Radikale

Zu den besonders bemerkenswerten Früchten in Hinblick auf die Abwehrkräfte zählen Grapefruits: „Sie sind als Vitamin C-Bomben bekannt. Zusätzlich enthalten sie eine gute Portion an sekundären Pflanzenstoffen beziehungsweise Flavonoiden. Beide zusammen, das Vitamin C in Kombination mit den Flavonoiden, bilden ein starkes Team und unterstützen unseren Körper im Kampf gegen die freien Radikale“, erklärt Prof. Hörning.

Allerdings befinden sich die wertvollen Grapefruitflavonoide oft in den am bittersten schmeckenden Fruchtteilen, nämlich in den Grapefruitkernen und -schalen, die wir nicht verzehren. Eine Alternative ist dann beispielsweise Grapefruitkernextrakt (GKE), der die schonend extrahierten Flavonoide enthält.

„Die Grapefruitflavonoide Naringin und Naringenin wirken antioxidativ, senken Blutfette, haben einen günstigen Einfluss auf das Blutzuckerprofil und es wird ihnen zudem noch eine fettverbrennende Wirkung nachgesagt. Darüber hinaus scheinen die in GKE enthaltenen Flavonoide auch bei Reizdarm und Co. empfehlenswert zu sein“, so der Pflanzenheilkunde-Fachmann.

Doppelt gut versorgt mit Echinacea und Eisen

Ein weiterer „Immunbooster“ aus der traditionellen Naturheilkunde ist Echinacea purpurea, das Kraut des Roten Sonnenhuts. Für manche Menschen – etwa bei veganer Ernährungsweise oder für Frauen mit starker Menstruation – ist es außerdem wichtig, auf eine ausreichende Eisenversorgung zu achten, denn laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit leistet Eisen nicht nur einen Beitrag zur Bildung der roten Blutkörperchen, sondern auch zu einer normalen Immunsystemfunktion.

Eine gute pflanzliche Eisenquelle ist etwa das Curryblatt. Extrakte aus Echinacea und Curryblatt sind auch kombiniert mit GKE erhältlich. Dabei sollte man immer auf gute Qualität achten und am besten auf geprüfte Bioprodukte aus der Apotheke zurückgreifen.

Quelle: djd

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