Büste von Friedrich Schiller in Thüringen.
An den berühmten deutschen Dichterfürsten Friedrich Schiller wird in Rudolstadt an vielen Stellen erinnert. Bild: djd-k/Stadtverwaltung Rudolstadt/Roger Hagmann

Eine Reise in das malerische Rudolstadt im Herzen Thüringens birgt so einige Überraschungen.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Reizvolle liegt so nah? Nicht zuletzt das Neun-Euro-Ticket hat dafür gesorgt, dass viele Menschen die eigene Heimat wieder für sich entdeckt haben. Ein besonders sehenswertes Kleinod ist die reizvoll in ein Tal eingebettete und von der Saale durchflossene Residenzstadt Rudolstadt im Herzen Thüringens.

Kulturinteressierte und aktive Menschen sowie Familien kommen hier auf ihre Kosten. Alle Infos, auch zu Unterkünften, gibt es unter www.rudolstadt.de.

Schloss Heidecksburg als Wahrzeichen

Die Geschichte der Kleinstadt ist eng verbunden mit der des Hauses Schwarzburg, die Dynastie prägte die Entwicklung Thüringens maßgeblich. Von dieser Verbindung zeugt das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt, das Residenzschloss Heidecksburg. Neben den fürstlichen Wohnräumen und den beeindruckenden Festsälen kann dort auch die Sonderausstellung „Rococo en miniature“ bewundert werden, eine Miniaturwelt des Rokoko, die von zwei Künstlern über einen Zeitraum von über 50 Jahren geschaffen wurde.

Ein weiteres Highlight ist das Schillerhaus, in dem man das Wirken des Dichters nachempfinden und in die Zeit der Weimarer Klassik eintauchen kann. Die Umgebung hatte einen bedeutenden Einfluss auf sein späteres Werk – etwa auf das berühmte „Lied von der Glocke“.

Auf die Spuren Schillers kann man sich auch auf dem Schillerwanderweg begeben. Im September 1788 kam es in Rudolstadt zur ersten persönlichen Begegnung zwischen Schiller und Goethe. Andere prominente Gäste der Stadt waren der Autor Hans Fallada, der Komponist Richard Wagner, der Philosoph Arthur Schopenhauer und der Pädagoge Friedrich Fröbel.

Bauernhäuser, Porzellan und Anker-Steine

Die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt zeigen in authentischer Weise das bäuerliche Leben im 19. Jahrhundert mit zahlreichen originalen Exponaten. Authentisch ist die Stadt auch als historischer Industriestandort – vor allem in der Porzellanherstellung. Die „Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur“ ist tatsächlich die älteste noch produzierende Porzellanfabrik Thüringens, die Gründung lässt sich auf das Jahr 1760 datieren. Seit 1880 werden mit Unterbrechungen in Rudolstadt zudem die Anker-Steine hergestellt, die Idee geht auf die Flugpioniere Otto und Gustav Lilienthal zurück.

Aus den legendären Baukästen lassen sich originalgetreue Bauwerke in beeindruckender Größe basteln. Highlights im Jahresverlauf sind das Rudolstadt-Festival, das Rudolstädter Vogelschießen, das größte Volksfest Thüringens sowie das Altstadtfest. Eine vielfältige Restaurant- und Kneipenkultur, Vorstellungen im Thüringer Landestheater Rudolstadt sowie zahlreiche Aktivmöglichkeiten runden das Freizeitangebot ab.

Quelle: djd

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