Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei.
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/bb) – Ein stark betrunkener Mann soll den Lokführer einer S-Bahn mit einer Schreckschusswaffe bedroht und einen Schuss abgegeben haben. Der 39-Jährige Tatverdächtige wurde am Donnerstagabend in Berlin Steglitz-Zehlendorf festgenommen, wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte. Sein Atemalkoholwert betrug demnach etwa vier Promille.

Der Mann habe die S-Bahn an der Endstation Berlin-Wannsee nicht verlassen wollen, hieß es. Als der Lokführer ihn zum Aussteigen aufforderte, soll er die Schreckschusswaffe auf ihn gerichtet haben. Der Lokführer lief davon und hörte noch einen Schuss. Die alarmierten Beamten stellten bei dem 39-Jährigen Waffe samt Munition sicher. Der S-Bahn-Führer blieb unverletzt, musste seinen Dienst jedoch abbrechen.

Der Betrunkene habe bereits im Dezember einen ähnlichen Einsatz ausgelöst, bei dem er jedoch nicht geschossen habe, teilte die Polizei mit. Damals beschlagnahmten die Beamten schon einmal die Waffe. Der Mann war erst im November aus einem Gefängnis entlassen worden, wo er aus unbekannten Gründen eine Haftstrafe verbüßt hatte. Nach den polizeilichen Maßnahmen am Donnerstag kam er laut Polizei wieder auf freien Fuß.

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