Das Schloss auf der Pfaueninsel ist eingerüstet und die Fassade von einer weißen Plane verdeckt.
Das Schloss auf der Pfaueninsel ist eingerüstet und die Fassade von einer weißen Plane verdeckt. Foto: Soeren Stache/dpa/ZB

Berlin (dpa/bb) – Die Sanierung des bei Touristen und Berlinern beliebten Lustschlosses auf der Pfaueninsel schreitet voran. «Bei der Restaurierung ist alles im Plan, wir gehen davon aus, dass sie im vierten Quartal 2024 abgeschlossen sein wird», sagte Frank Kallensee, Sprecher der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Die Wiedereröffnung sei für 2025 geplant. Das kleine Holz-Schloss im Südwesten von Berlin war im August 2018 wegen umfangreicher Mängel geschlossen worden. Die Pfaueninsel selbst kann aber noch besucht werden.

Bei den Arbeiten ging es unter anderem um die Holzfassade, bei deren Sanierung in den 1970er Jahren ein mit Asbest vermengter Anstrich verwendet wurde. Diese sei lange runter, sagte Kallensee. Am gesamten Fachwerk seien die Schäden behoben, das Dach neu eingedeckt und die Brücke zwischen den beiden Türmen saniert worden. Nun stünden die neue Holzverschalung des Schlosses an und der Natursteinsockel, auf dem das Gebäude steht. Die Gesamtkosten für die Instandsetzung belaufen sich auf etwa 5,5 Millionen Euro. Das Geld stammt aus einem Sonderprogramm von Bund, Berlin und Brandenburg für die Rettung bedeutender Denkmäler.

Schloss Pfaueninsel wurde 1794 bis 1795 vom Potsdamer Zimmermeister Johann Gottlieb Brendel für König Friedrich Wilhelm II. (1786-1797) und seine enge Vertraute Wilhelmine Rietz, die spätere Gräfin Lichtenau (1753-1820), als ländlicher Rückzugsort errichtet. Nach Angaben der Stiftung ist der Bau äußerlich einem römischen Landhaus nachempfunden, das man sich damals als ruinenhafte Kastellburg vorstellte. Im Inneren gibt es aufwendige, im Stil der Erbauungszeit gestaltete Schlossräume.

Hinterlasse eine Antwort

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Name bitte hier reinschreiben